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Industrie
Georg Fischer profitiert von stärkerer Weltwirtschaft

Georg Fischer
Georg Fischer: Umsatz um 11 Prozent gesteigert.Quelle: Keystone

Der Industriekonzern hat 2017 Umsatz und Gewinn gesteigert. Zukäufe sollen nun noch weitere Märkte erschliessen.

Veröffentlicht am 28.02.2018

Der Industriekonzern Georg Fischer ( GF) hat im vergangenen Geschäftsjahr von der anziehenden Weltwirtschaft sowie von der Nachfrage nach höhermargigen Produkten profitiert. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken.

Die höchsten Wachstumsraten seien in China erzielt worden, teilte der in Schaffhausen ansässige Konzern am Mittwoch mit.

Auch um Zukäufe und Währungseffekte bereinigt habe das Wachstum 9,8 Prozent erreicht, was deutlich über den jährlichen Zielen von 3 bis 5 Prozent liege.

Höherwertige Geschäftsfelder

Zugleich konnte GF die Profitabilität steigern. Der Betriebsgewinn (Ebit) legte zu um 13 Prozent auf 352 Millionen Franken, der Reingewinn um 15 Prozent auf 258 Millionen Franken. Die fortlaufende Verlagerung in höherwertige Geschäftsfelder entfalte bei der Rohrleitungs- und der Maschinensparte ihre Wirkung, schreibt GF.

Die dritte Sparte, die Komponenten für die Autoindustrie herstellt, bekam dagegen höhere Rohmaterialpreise zu spüren. Denn während sich das Rohmaterial während des ganzen Jahres verteuerte, erfolgen Preiserhöhungen für Komponenten zwei bis drei Monate verzögert.

Neues Werk in den USA

Auch die Erstellung eines neuen Leichtmetall-Druckgusswerks in den USA sowie das Hochfahren der neuen Eisengusslinie im deutschen Singen sorgten für höhere Betriebskosten. Das Betriebsergebnis in dieser Sparte sank in der Folge von 100 auf 93 Millionen Franken.

Für die Zukunft zeigt sich das Management zuversichtlich. Mit Zukäufen und Investitionen in Asien, Amerika und Osteuropa will GF vom dortigen Wachstum profitieren. Zudem sei GF bei den wichtigsten industriellen Trends dabei: Der Wasseraufbereitung für Rohrleitungssysteme, der E-Mobilität und Gewichtsreduktion von Fahrzeugen sowie der Digitalisierung der Produktion.

Auch der Auftragseingang stimmt positiv: 2017 gingen neue Bestellungen im Wert von 4,3 Milliarden Franken ein, das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Basierend auf der heutigen Einschätzung erwartet GF 2018 weiteres Wachstum und Renditen im Rahmen der Ziele der Strategie 2020.

(sda/gku)

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