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Georg Fischer übertrifft die Erwartungen

Industriekonzern Georg Fischer hat die Erwartungen der Analysten vor allem beim Gewinn übertroffen. Prognosen für 2015 seien aufgrund der unsicheren Frankenentwicklung aber schwieriger, hiess es.

Veröffentlicht am 24.02.2015

Der Industriekonzern Georg Fischer (GF) hat im Geschäftsjahr 2014 den Umsatz auf 3,80 Milliarden Franken und den Auftragseingang auf 3,84 Milliarden um jeweils 1 Prozent gesteigert. Zum ersten Mal ist dabei die Division Piping Systems die grösste Division gewesen. Dies trage dazu bei, die Abhängigkeit von ökonomischen Zyklen zu verringern und die Gesamtprofitabilität zu steigern, teilt das Unternehmen am Dienstag mit.

Der EBIT legte um 9 Prozent auf 274 Millionen Franken zu und die EBIT-Marge auf 7,2 Prozent von 6,7 Prozent. Dies sei vor allem auf die signifikant verbesserte Produktivität zurückzuführen. Der Ertrag auf das eingesetzte Kapital (ROIC) wurde gegenüber dem Vorjahr auf 17,9 Prozent von 16,7 Prozent ausgeweitet. Alle drei Divisionen hätten einen ROIC erreicht, der deutlich über ihren jeweiligen Kapitalkosten liege, heisst es dazu.

Wochenarbeitszeit von 44 Stunden

Der Reingewinn kletterte deutlich um 34 Prozent auf 195 Millionen Franken, was unter anderem mit dem Verkauf einer nicht betriebsnotwendigen Immobilie begründet wird. Die Dividende soll auf 17 Franken je Aktie von 16 Franken im Vorjahr erhöht werden.

Damit hat GF die Schätzungen der Analysten mit dem Umsatz eher knapp, mit dem Reingewinn dagegen mit Reserve erreicht. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 3,82 Milliarden Franken, für den EBIT bei 275 Millionen und für den Reingewinn bei 184 Millionen. Auf die Aufwertung des Schweizer Frankens hat Georg Fischer bereits reagiert und die wöchentliche Arbeitszeit in den Schweizer Werken auf durchschnittlich 44 Stunden erhöht, wie vor knapp zwei Wochen bekanntgegeben wurde.

Prognosen schwieriger

In der heutigen Mitteilung heisst es dazu, dass die Aufwertung – sofern das derzeitige Kursniveau bestehen bleibe – einen Einfluss auf die Divisionen Machining Solutions und Piping Systems hätte, nicht aber auf die Division Automotive. Der Einfluss sei indes klar begrenzt, da der Euro grundsätzlich natürlich gehedged und die Netto-Währungsexposition beim US-Dollar für 2015 weitgehend abgesichert sei.

Für das Geschäftsjahr 2015 stellt GF eine weitere Verbesserung der EBIT-Marge in den Zielbereich von 8 Prozent in Aussicht sowie einen ROIC, welcher erneut im angestrebten Zielband von 16 bis 20 Prozent zu liegen kommen soll. Prognosen seien wegen der Unsicherheiten über die weitere Entwicklung des Schweizer Frankens allerdings deutlich anspruchsvoller geworden.

(awp/me/ama)

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