Der Industriekonzern Georg Fischer hat trotz der Rezession in Europa den Umsatz im vergangenen Jahr um 3 Prozent gesteigert. Der Hersteller von Autoteilen, Rohrleitungssystemen und Werkzeugmaschinen kommt auf Verkäufe in Höhe von 3,6 Milliarden Franken.

Ohne die Auswirkungen von Zukäufen verlief die Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr konstant, wie das Traditionsunternehmen mit Sitz in Schaffhausen mitteilte. Von den Konzernsparten vermochten die Rohrleitungssysteme und die Werkzeugmaschinen zuzulegen, die Autoteilesparte musste aber Federn lassen.

Für die Autoindustrie produziert Georg Fischer noch beanspruchbare Gussteile aus Leichtmetall und Eisen für Personenwagen und Nutzfahrzeuge. Dabei ist Georg Fischer immer noch stark auf Europa ausgerichtet, wo die Hersteller vor allem wegen der Krise in Südeuropa zum Teil deutlichen Einbussen ausgesetzt sind.

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Die Widrigkeiten in Europa konnte der Konzern in Amerika und in den asiatischen Boom-Märkten aber insgesamt wettmachen. Der Auftragseingang indessen sank von 3,6 Milliarden Franken auf 3,58 Milliarden Franken.

Die tiefere Auslastung in Europa drückte auch auf den Betriebsgewinn, der von 233 Millionen Franken im Vorjahr auf 221 Millionen Franken sank. Der Gewinn ging unter anderem wegen eines Einmaleffekts aus einer Veräusserung noch stärker von 168 Millionen Franken auf 127 Millionen Franken zurück.

(chb/tke/sda)