Umstrittene Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise brocken der Bank of America neuen Ärger ein. Eine Gerichtsjury in New York befand, dass die Tochter Countrywide Financial der US-Grossbank die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac beim Verkauf von Hypothekenpapieren betrogen hat.

Das Strafmass und die Höhe des Schadenersatzes legt ein Richter erst später fest. Das Geldhaus bestritt jegliches Fehlverhalten. Die US-Regierung hatte im vergangenen Jahr eine Betrugsklage gegen das Kreditinstitut eingereicht. Countrywide, die 2008 von Bank of America übernommen wurde, verursachte bereits Kosten für juristische und regulatorische Streitigkeiten in Höhe von 40 Milliarden Dollar.

Riskante Papiere

Dabei geht es um den Verkauf riskanter Wertpapiere, die als ein Auslöser der weltweiten Finanzkrise ab 2007 gelten. Nach dem Platzen der Preisblase am US-Immobilienmarkt wurden viele mit Hypotheken besicherte Wertpapiere weitgehend wertlos. Die Besitzer machten hohe Verluste und die Krise nahm ihren Lauf. Viele Institute, die die Papiere gekauft haben, gerieten in Schwierigkeiten und mussten staatlich gestützt werden. 

(reuters/muv/tke)

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