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Gerichtsverhandlung zu Sika wird fallengelassen

Wegweiser zur Sika-GV: Der Streit um den Klebstoffkonzern ist noch lange nicht entschieden. Keystone

Die geplante Verhandlung im Fall Sika findet nicht statt. Sowohl die Firma, als auch die Besitzerfamilie verzichten darauf. Das Urteil des Kantonsgerichtes dürfte ohnehin weitergezogen werden.

Veröffentlicht am 05.08.2016

Die für den 14. September anberaumte Hauptverhandlung vor dem Zuger Kantonsgericht im Fall Sika gegen deren Mehrheitsaktionärin Schenker-Winkler Holding AG (SWH) findet nicht statt. Das Gericht begründete dies am Freitag auf seiner Homepage damit, dass «beide Parteien übereinstimmend auf deren Durchführung verzichtet haben». Das Urteil werde voraussichtlich im vierten Quartal 2016 gefällt, heisst es weiter.

Die SWH beziehungsweise die Sika-Gründerfamilie Burkard will bekanntlich ihren Anteil am Zuger Bauchemie-Hersteller gegen den Willen der Mehrheit des Verwaltungsrates abstossen. Seit Anfang Dezember 2014 versucht sie, die Aktien für 2,75 Milliarden Franken an die französische Sika-Konkurrentin Saint-Gobain zu verkaufen. Die Sika-Erben halten derzeit mit 16,4 Prozent des Kapitals eine Stimmenmehrheit von 52,6 Prozent.

Wohl bis vor Bundesgericht

Die Sika-Führung spricht derweil von einer feindlichen und strategisch unsinnigen Transaktion und will das Stimmrecht der Gründerfamilie entsprechend beschränken. Ob sie dies darf, darüber muss das Zuger Kantonsgericht entscheiden. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass die unterlegene Partei den Entscheid danach an das Bundesgericht weiterziehen wird.

(awp/gku)

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