Die Ursache für den Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich wird nach Ansicht eines Branchenexperten erst in einigen Wochen endgültig geklärt sein. Das Wetter am Absturzort scheint jedenfalls ruhig gewesen zu sein. Die Bedingungen seien sogar «optimal» gewesen mit trockenem Wetter und komplett freiem Himmel am ganzen Vormittag, hiess es auf der Webseite von «La Chaîne Météo».

Der Wind sei schwach gewesen und es habe keine gefährlichen Wolken gegeben. Deutsche Behörden fanden zudem bisher keine Hinweise auf einen möglichen terroristischen Anschlag, wie die Nachrichtenagentur DPA aus Sicherheitskreisen erfuhr.

Wartungsmängel unwahrscheinlich

Der Luftfahrt-Analyst Thomas Saquer von der Unternehmensberatung Frost & Sullivan sagte der Finanz-Nachrichtenagentur DPA-AFX: «Ich denke, dass es einen Monat dauert, bis wir Genaueres über die Unfallursache wissen.» Vielleicht gehe es etwas schneller, wenn man die Blackbox direkt finde.

Wartungsmängel bei der Maschine der Lufthansa-Tochter hält Saquer für unwahrscheinlich: «Da macht die Lufthansa keinen Unterschied zwischen den Fliegern der Mutter und denen der Tochtergesellschaft.» Für Europas grösste Fluggesellschaft sei der Absturz wahrscheinlich der schwerste Unfall ihrer Geschichte.

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(sda/tno/ama)