In der ganzen Welt setzen Firmen immer mehr auf Geschäftsreisen. Selbst die Konjunkturabschwächung kann diesen Trend nicht stoppen. Im Jahr 2011 zählte Air Plus International weltweit 6 Prozent mehr geschäftliche Flugreisen als 2010.

In der Schweiz stieg die Anzahl der über Air Plus abgerechneten Flugreisen 2011 um 11 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Air Plus ist eine Anbieterin von Produkten für das Bezahlen und Auswerten von Geschäftsreisen. Die Firma rechnet weltweit für insgesamt rund 38'000 Firmen die Dienstreisen ab.

«2011 hat uns positiv überrascht, wir waren mit vorsichtigen Prognosen ins Jahr gestartet», sagte Patrick Diemer, Chef von Air Plus International, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Die Zahlen von Air Plus entsprächen in etwa den Entwicklungen in der ganzen Geschäftsreisebranche.

«Bisher gibt es bei den Geschäftsreisen keine Anzeichen für einen Konjunkturrückgang», sagte Diemer. Auch die Umsätze für den vergangenen Januar deuteten auf ein positives Jahr 2012 hin.

Exporte werden immer wichtiger

Dass Firmen ausgerechnet bei den Geschäftsreisen nicht sparen, hat gemäss dem Air-Plus-Chef zwei Gründe: Einerseits würden Exporte immer wichtiger. «Die Kundenbeziehungen werden in der Folge immer internationaler», sagte er.

Gleichzeitig macht Diemer einen Trend in Richtung «vertiefte Kundenbeziehungen» aus. Die Unternehmen investierten vermehrt in die Beziehungen zu ihren Geschäftspartnern.

Weltweit nahm nicht nur die Anzahl der geschäftlichen Flugreisen zu, auch die Preise stiegen: 2011 kostete ein Flugticket im Durchschnitt 543 Euro (654 Franken), das sind 18 Euro mehr als im Jahr 2010. Anders sieht der Trend in der Schweiz aus.

Hierzulande kostete ein Flug gemäss Air-Plus-Statistik im Jahr 2011 im Durchschnitt 976 Franken. Im Vorjahr hatten die Firmen noch 1017 Franken pro Flug ausgegeben. Gemäss Diemer verdankt die Schweiz den Preisnachlass dem starken Wettbewerb unter den Fluggesellschaften.

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(laf/rcv/sda)