Der Mann gestand vor einem Gericht in Ohio, auf Schweizer Konten Geld vor den Steuerbehörden versteckt zu haben. Zunächst hatten sich die Ermittlungen auf Konten bei der UBS konzentriert. Im Laufe des Verfahrens legte der 45-jährige Amerikaner aber auch Geschäftsbeziehung zur CS offen.

Bei der UBS soll der Mann über eine Tarnfirma rund eine Million Dollar Schwarzgeld versteckt haben. Welche Summe auf dem CS-Konto lag, gab das US-Justizministerium in seiner Mitteilung vom Dienstag nicht bekannt. Es ist lediglich von "bedeutenden Vermögenswerten" die Rede.

Das Gericht in Ohio verurteilte den Mann zu einer Geldbusse auf Bewährung. Die Bewährungsauflage besteht nach den Worten des Richters darin, dass der inzwischen in der Schweiz lebende Mann dem Justizministerium "substanzielle Unterstützung" leistet.

Die CS kommentierte den Fall am Mittwoch nicht. Sie wies aber darauf hin, dass keine Ermittlungen gegen sie am Laufen seien. Im Communiqué des amerikanischen Justizministeriums sind auch keine Angaben dazu zu finden, ob und wie die CS dem Mann allenfalls bei der Steuerhinterziehung geholfen hat.

Druck auf Steuerzahler

Eine auf Steuerverfahren spezialisierte Anwältin der in San Francisco ansässigen Kanzlei Sideman & Bancroft berichtete von einer zunehmenden Anzahl von Anfragen der Steuer- und Justizbehörden zu Einzelpersonen und Banken. "Da scheint sich etwas zuzuspitzen", sagte sie. Credit Suisse sei ein Name, der dabei immer wieder auftauche.

In den USA endet am 15. April die Frist für die Einreichung der Steuererklärung. Beobachter gehen davon aus, dass die Steuerbehörde IRS bis dahin noch weitere Verfahren eröffnen wird, um auf diesem Weg Steuerzahler an ihre Pflichten zu erinnern und sie zu Selbstanzeigen zu animieren.

In den vergangenen Wochen wurde in den USA zudem auch gegen vier einst respektive immer noch bei der CS angestellte Banker Klage erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, ihren Kunden zur Steuerhinterziehung geraten und so die USA betrogen zu haben.