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Gestrandete Bohrinsel wird abgeschleppt

Die gestrandete Bohrinsel kann von einem Schlepper zur Insel Kodiak gezogen werden. (Bild: Keystone)

Die vor Alaska gestrandete Shell-Bohrinsel «Kulluk» konnte freigeschleppt werden. Wie schon bei «Deepwater Horizon» war auch bei der «Kulluk» ein Schweizer Unternehmen Betreiberin der Plattform.

Veröffentlicht am 07.01.2013

Eine vor der Küste Alaskas auf Grund gelaufene Bohrinsel des Ölkonzerns Shell ist nach Angaben der US-Behörden auf dem Weg in einen Hafen. Die Plattform «Kulluk» werde von einem Schleppschiff zu einer Bucht auf der Kodiak Insel transportiert, teilte das Einsatzkommando mit.

Am Sonntag war es gelungen, ein Abschleppseil an der Bohrinsel zu befestigen. Es gebe bisher keine Anzeichen für ausgelaufenes Öl, hiess es.

Die «Kulluk», die rund 570'000 Liter Diesel, Öl und Treibstoff an Bord hat, hatte sich vorige Woche bei stürmischer See von einem Schlepper losgerissen und war vor der Insel Sitkalidak an der Südküste Alaskas gestrandet.

Die Bohrinsel war auf dem Weg zu Wartungsarbeiten in Seattle gewesen, als das Unglück passierte. Im Archipel, wo die «Kulluk» strandete, leben unter anderem Bären, zahlreiche Vogel-Arten und eine vom Aussterben bedrohte Seelöwen-Art.

Betreiberin von «Kulluk» ist Noble Corporation, ein gemäss Medienberichten in Baar ZG domizilierter Erdölbohrkonzern. Laut Handelsregister hat das aus Texas stammende Unternehmen seinen Holdingsitz seit 2008 im Kanton Zug.

Die Unglücksstelle der «Kulluk» liegt nur wenige hundert Kilometer westlich vom Prinz-William-Sund, wo im März 1989 das Schiff «Exxon Valdez» auf ein Riff lief und rund 40'000 Tonnen Rohöl verlor. Küstengewässer und Küste wurden verseucht, hunderttausende Tiere verendeten. Das Unglück gilt als eine der schlimmsten Ölkatastrophen weltweit.

(jev/sda)

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