Die Designabteilung war bei der Tefaf 2009 sehr erfolgreich. Sie brachte einen neuen Geist in die Messe und bereicherte sie um einen Kundenkreis, der sich dem Kunst- und Antiquitätenmarkt auf eine etwas andere Art und Weise nähert. In diesem Jahr zieht der Sektor auf eine neue Ausstellungsfläche um. Die neun Designspezialisten stellen neben der Sektion «Tefaf Modern» aus und bilden dennoch einen eigenständigen Bereich. Auch mit der neuen Ausstellungsfläche im Erdgeschoss bleiben sie - mit einer Sushi-Bar im Zentrum ihrer Sektion - der besonderen Atmosphäre ihres Debuts von 2009 treu.

Die Gruppe der Aussteller wird verstärkt durch das Angebot der Gallery Fancsaly aus Mailand, eines der führenden Spezialisten für italienisches Glas und Design des 20. Jhs.

LArc en Seine aus Paris zeigt einen Kaffeetisch des französischen Designers Dupré-Lafon von 1940 (280000 Euro) sowie die grossartige Bronze Cat Butler von Diego Giacometti, die eine auf ihren Hinterbeinen stehende Katze darstellt (75000 Euro). Bel Etage von Wolfgang Bauer aus Wien präsentiert ein Paar Armsessel aus Mahagoni mit Einlegearbeiten aus Perlmutt. Die Sessel wurden von dem österreichischen Designer Josef Urban kreiert und 1908 von Sandor Jaray angefertigt (95000 Euro). Bel Etage präsentiert ferner Möbel des bedeutendsten Architekten Österreichs, Otto Wagner. Dieser liebte es, sich in den Häusern, die er selbst gebaut hatte, ein Appartement einzurichten. Bel Etage stellt u.a. Möbelstücke aus, die für ein Gebäude in der Döblergasse im 7. Distrikt von Wien angefertigt wurden.

Eine Gruppe von drei Armsesseln und einem Polsterhocker von 1955 ist aus Nussbaum gefertigt und mit gewebtem Wollstoff bezogen. Sie stammt vom amerikanischen Architekten und Innenarchitekten Frank Lloyd Wright und zählt zu den Highlights am Stand der Galerie Eric Philippe aus Paris. Einen weiteren Designer Nordeuropas vertritt Philippe Denys aus Brüssel. Es handelt sich um Poul Henningsen aus Dänemark, von dem die Galerie einen aussergewöhnlichen Flügel aus Leder, verchromtem Stahl, lackiertem Holz, Elfenbein und durchsichtigem Zelluloid präsentiert. Gefertigt wurde er im Jahr 1931.

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Messingskulptur von Gio Ponti

Gallery Fancsaly aus Mailand ist als Neuaussteller dabei und zeigt «Cut Out Thought», die einzige Messing-Skulptur, die der italienische Architekt und Designer Gio Ponti je kreierte und die von Sabattini 1976 in Mailand angefertigt wurde. Das Stück gehörte einst zur Sammlung von Lisa Licitra Ponti.

Eine der drei ersten Ausgaben des berühmten Stuhles von Le Corbusier, den dieser 1928 für die Kirche in Ville-d’Avray in Frankreich anfertigte, zeigt die Galerie Ulrich Fiedler aus Berlin. Sebastian & Barquet aus New York präsentiert eine Tischplatte von Lucio Fontana mit rückseitig dekoriertem Glas aus dem Jahr 1952. Der Tisch aus Nussbaum wurde von Osvaldo Borsane entworfen und hergestellt (120000 Dollar). Yves Macaux aus Brüssel wiederum bringt eine Lampe mit zur Messe, die von Joseph Hoffman für das Wiener Zuhause von Magda Mautner von Markhof kreiert wurde, die im frühen 20. Jh. bedeutende Projekte des Interior-Design in Auftrag gab.