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Gesundheitswesen
Swissmedic büsst Spitäler in Basel, Zürich und St. Gallen

Universitätsspital Basel: Wurde von Swissmedic gebüsst.Quelle: Keystone

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat drei Spitäler mit einer Busse bestraft. Sie haben Medizinprodukte aus Pakistan eingekauft und verwendet, die verunreinigt waren.

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat drei Spitäler mit einer Busse bestraft. Sie haben Medizinprodukte aus Pakistan eingekauft und verwendet, die verunreinigt waren. Betroffen sind die Universitätsspitäler Zürich und Basel sowie das Kantonsspital St. Gallen.

Meldepflichten Verletzt

Trotz gesetzlicher Verpflichtung haben sie die Zulassungs- und Aufsichtsbehörde Swissmedic nicht über die fehlerhaften Produkte informiert - und haben damit laut Swissmedic ihre Meldepflicht auf schwerwiegende Weise verletzt.

Swissmedic-Sprecherin Danièle Bersier bestätigte am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht des Tagesanzeigers.

Bei den fraglichen Produkten handelt es sich unter anderem um Kanülen für Herzoperationen an Babys und um Saugkanülen. Sie waren teilweise rostig, verbogen, brachen ab oder enthielten Metallsplitter. Die Produkte stammten aus Pakistan und wurden von einer Firma im Kanton Zug vertrieben.

Zuger Firma gelöscht

Auf die Missstände und die belieferten Spitäler aufmerksam geworden ist Swissmedic aufgrund einer Hausdurchsuchung bei der Zuger Firma Swsi Medical. Anfang 2017 eröffnete die Aufsichtsbehörde folglich Strafverfahren gegen die drei Kliniken. Im Juli sind sie schliesslich bestraft worden: Sie müssen 5000 Franken Busse bezahlen. Im Wiederholungsfall kann eine Busse von bis zu 50'000 Franken ausgesprochen werden.

Im Weiteren hat Swissmedic auch gegen Verantwortliche der Zuger Firma Swsi Medical Verfahren eingeleitet. Gemäss aktuellem Handelsregisterauszug wurde die Gesellschaft mittlerweile wegen Konkurses gelöscht. (SDA/hec)

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