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Online-Touristik
Getyourguide-Chef Reck: «Wir wollen unabhängig bleiben»

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Johannes Reck, Co-Gründer und CEO Getyourguide: «Zwischen 2010 und 2014 waren wir einmal im Jahr pleite. Meistens im November und Dezember».Quelle: Annette Hauschild

Getyourguide hegt Börsenpläne: Chef Johannes Reck sagt, wie er in Berlin und Zürich ausbaut.

Veröffentlicht am 27.06.2018

Das Schweizer Online-Touristikunternehmen Getyourguide schliesst einen Verkauf an einen Konkurrenten aus und strebt an die Börse. Die Buchungsplattform für Touren und Ausflüge will «unabhängig bleiben und den Tourismus für die nächsten zehn Jahre prägen», sagt Firmenchef Johannes Reck zur «Handelszeitung».

Bezüglich Exit-Optionen favorisiert Reck einen Weg: «Erklärtes Ziel ist ganz klar der Börsengang.» Ein Datum sei aber nicht bestimmt, da aktuell das Klima gut sei für eine weitere Kapitalaufnahme abseits der Börse.

Im Interview mit der «Handelszeitung» spricht Reck über die Unterschiede zwischen den Gründerstädten Zürich und Berlin. Der Getyourguide-Co-Gründer, der 2011 mit einem Grossteil der Belegschaft nach Berlin zog, gibt Zürich heute bessere Noten als damals. Die Schweiz habe bezüglich Risikofähigkeit, Ausbildung und Venture-Capital aufgeholt: «Wir haben es heute leichter, Talente für den Standort Zürich zu rekrutieren als für Berlin

Ausbau in Berlin und Zürich angestrebt

Trotzdem bleibe Berlin Hauptstandort für die Firma, sagt Reck. Und man werde ausbauen: «Die heutige Berliner Belegschaft von 350 Köpfen wird deshalb nächstes Jahr um etwa 100 bis 200 wachsen.» 

In Zürich, wo Getyourguide 2017 wieder ein Team angesiedelt hatte, wolle man sich ebenfalls verstärken. Wenn wir schnell genug die richtigen Köpfe finden, wird das in den nächsten zwei bis drei Jahren auf ein Team von 50 bis 100 Spezialisten anwachsen. Wobei wir in Zürich fast ausschliesslich Ingenieure einstellen.

Mehrmals an der Pleite vorbeigerasselt

Getyourguide, das auf dem Weg zu einer Firmenbewertung von 1 Milliarde Dollar ist, sei in seiner Firmengeschichte oft knapp an der Pleite vorbeigerasselt, erzählt Reck: «Zwischen 2010 und 2014 waren wir ein Mal im Jahr pleite. Meistens im November und Dezember, weil dann die Reisebuchungen nach unten gehen und uns Cash fehlte, um die Löhne zu bezahlen.»

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