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Finanzplatz
Gewerbeverband zerpflückt Fintech-Vorlage

Gewerbeverbandsdirektor Bigler: «Bundesrat betreibt Industriepolitik.»

Der Bundesrat will die Regeln für Startups lockern. Der Gewerbeverband läuft gegen die Vorlage Sturm.

Veröffentlicht am 10.05.2017

Gegen die geplante Fintech-Förderung des Bundesrats regt sich unerwarteter Widerstand. So stellt sich mit dem Schweizerischen Gewerbeverband ausgerechnet der mitgliederstärkste Wirtschaftsverband des Landes gegen die Vorlage von Finanzminister Ueli Maurer. 

Verbandsdirektor Hans-Ulrich Bigler wirft dem Bundesrat vor, mit der Vorlage Industriepolitik zu betreiben: «Anstatt die Rahmenbedingungen für alle zu verbessern, fokussiert man sich auf einen einzelnen Bereich und benachteiligt damit alle bestehenden Firmen und Branchen», moniert er in der «Handelszeitung».

Vorbehalte bei den Banken

Mit seiner Kritik steht der Gewerbeverband nicht alleine da. Auch bei den Banken gibt es Vorbehalte. So unterstützt der Verband der Schweizerischen Kantonalbanken das Regulierungsvorhaben des Bundesrats in der Vernehmlassung zwar.

Auch er bemängelt jedoch, dass nur kleine Unternehmen von einer gelockerten Regulierung profitieren könnten. «Aus unserer Sicht sollte Innovationsförderung allen Dienstleistern zugute kommen, auch den etablierten Unternehmen.»

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