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Gewerkschaftsführer bei Minenstreiks in Südafrika erschossen

Minenarbeiter in Südafrika: Mehr als 40 Menschen sind bei Streiks seit August getötet worden. (Bild: Keystone)

In Südafrika streiken die Arbeiter in Platinminen, Anglo Amercian entliess 12'000 Streikende. Nun ist ein Gewerkschaftsführer erschossen worden.

Veröffentlicht am 06.10.2012

Inmitten des illegalen Streiks in Südafrikas Platinminen ist ein Gewerkschaftsführer umgebracht worden. Ein Sekretär eines Zweigs der Gewerkschaft Western Platinum sei am Freitagabend in seinem Haus in Marikana erschossen worden, teilte die Nationale Bergarbeitergewerkschaft mit.

In dem Bergwerk nahe der nordwestlichen Stadt Rustenburg hatte es wochenlange Streiks gegeben, bei denen Mitte August 46 Menschen getötet worden waren. Allein bei einem umstrittenen Polizeieinsatz gegen streikende Arbeiter waren 34 Menschen getötet worden. Der Streik weitete sich in der Folge von Marikana auf andere Bergwerke in der Gegend aus. Dabei kommt es immer wieder zu Gewalt.

Erst am Donnerstag hatte die Polizei einen Arbeiter des Konzerns Anglo American Platinum (Amplats) erschossen, als sie gegen streikende Arbeiter vorging. Insgesamt wurden diese Woche während des Streiks in der Region sieben Menschen getötet. 

Amplats entliess am Freitag 12'000 Arbeiter, die trotz wiederholter Aufforderungen nicht an die Arbeit zurückgekehrt waren. Insgesamt befinden sich 28'000 Arbeiter des Konzerns seit drei Wochen in einem wilden Ausstand.

Zuletzt erschienen nach Angaben des Konzerns nur 20 Prozent der Beschäftigten zur Arbeit. Amplats, dessen Minen um Rustenburg für rund ein Viertel der weltweiten Platinproduktion aufkommen, bezifferte seinen Schaden auf umgerechnet über 70 Millionen Franken.

(tno/sda)

 

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