Der Flughafen Zürich hat im ersten Halbjahr 2016 den Umsatz um 2,6 Prozent auf 480,7 Millionen Franken gesteigert. Dabei legte das Fluggeschäft um 4,7 Prozent auf 292,2 Millionen zu, wogegen die kommerziellen Erträge im Nichtfluggeschäft um 0,6 Prozent auf 188,5 Millionen zurückgingen, wie der Flughafen Zürich am Mittwoch mitteilt.

Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte aus dem Vorjahr erhöhte sich der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda um 6,4 Prozent auf 265,9 Millionen Franken, entsprechend verbesserte sich diese Marge um 2 Prozentpunkte auf 55,3 Prozent. Im Vorjahr wirkten ein Teilverkauf des Grundstücks und die damit verbundene Entstehung der Miteigentümerstruktur für das Projekt «The Circle» positiv auf die Gewinnziffern, Rückstellungen für das erweiterte Schallschutzprogramm in der Höhe von 100 Millionen Franken dagegen negativ. Der Reingewinn legte gegenüber dem bereinigten Vorjahreswert um 15,3 Prozent auf 103,8 Millionen Franken zu.

Gewinn über Erwartungen

Damit hat der Flughafen Zürich die Prognosen der Analysten mit dem Umsatz nicht ganz erreicht, mit dem Gewinn dagegen übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 482,4 Millionen Franken, für den Ebitda bei 260,9 Millionen und für den Reingewinn bei 100,9 Millionen.

Das Grossprojekt «The Circle» schreitet laut der Mitteilung baulich wie auch hinsichtlich der Vermarktung gut voran. Zusammen mit dem Miteigentümer Swiss Life sei deshalb beschlossen worden, die zweite Etappe des Bauwerks bereits jetzt auszulösen, so dass beide Etappen gleichzeitig realisiert werden können. Dies werde im zweiten Semester zu einem zusätzlichen Sonderergebnis von 7,3 Millionen Franken vor Steuern führen.

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Mehr Passagiere

Für das Gesamtjahr 2016 zeigt sich das Unternehmen mit Blick auf das Passagierwachstum etwas offensiver als zuletzt. Dieses soll demnach bei rund 3,5 Prozent liegen, gestützt durch eine positive Entwicklung bei den Lokalpassagieren. Der Ebitda ohne Sondereffekte und ohne allfällige weitere ausserordentliche Einflüsse wird im Rahmen des Vorjahres erwartet, der Reingewinn ohne Lärmeinflüsse dürfte dagegen wegen höherer Abschreibungen unter dem Vorjahr ausfallen.

Die Prognosen vom vergangenen Juni wurden damit, was die Gewinnziffern betrifft, bestätigt, hinsichtlich der Passagierzahlen aber leicht nach oben angepasst. Bisher wurde für das Gesamtjahr ein Passagierwachstum von 3 bis 3,5 Prozent in Aussicht gestellt.

(awp/ise/ama)