Die grösste Schweizer Krankenkasse Helsana hat den Gewinn 2011 mehr als verdoppeln können. Geringere Versicherungsleistungen, höhere Prämieneinnahmen und rentable Kapitalanlagen liessen den Überschuss von 84 Millionen Franken im Vorjahr auf 190 Millionen Franken hochschnellen.

In den Jahren 2008 und 2009 hatte sich die Helsana noch in den roten Zahlen befunden. Darauf folgte ein Stellenabbau. Mit dem nun erzielten Überschuss sollen die Reservepolster gestärkt werden und die Prämien für 2013 nur «moderat» erhöht werden, teilte das Unternehmen mit.

Der Prämienanstieg solle im tiefen einstelligen Prozentbereich bleiben, trotz der neuen Spitalfinanzierung und dem verfeinerten Risikoausgleich.

Die Abgänge von Kunden zu Konkurrenten halbierten sich im vergangenen Jahr auf 60'000. Unter dem Strich resultierte per Anfang 2012 ein Zuwachs von 25'000 Kunden. Damit beträgt der Versichertenbestand in der Grundversicherung neu 1,173 Millionen Menschen.

Nachdem im Vorjahr der Erfolg aus Kapitalanlagen zu schwarzen Zahlen geführt hatte, fiel 2011 auch das versicherungstechnische Ergebnis wieder positiv aus: Es verbesserte sich von -9 Millionen auf 166 Millionen Franken.

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Während die eingenommenen Prämien (Grundversicherung, Zusatzversicherung und Unfallversicherung) um 2 Prozent auf 5,62 Milliarden Franken stiegen, gingen die Versicherungsleistungen um 1,2 Prozent zurück. Die Kapitalanlagen warfen in einem schwierigen Umfeld 121 Millionen Franken ab, nach fast 200 Millionen Franken im Vorjahr.

Die Helsana ist in allen Landesteilen präsent und beschäftigt 3000 Mitarbeitende. Zu der Gruppe gehören auch Progrès, Sansan, Avanex und Maxi.ch.

(laf/rcv/sda)

(laf/sda)