Dem französischen Medien- und Telekomkonzern Vivendi hat sein schwaches Telekomgeschäft in Frankreich auch zu Jahresbeginn zu schaffen gemacht. Das Geschäft mit Video- und Computerspielen («Starcraft», «Call of Duty») lief aber besser und konnte den Rückgang beim Gewinn zumindest etwas abmildern.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im ersten Quartal brach um 17,2 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro ein, wie der Konzern mitteilte. Der bereinigte Überschuss ging um 18,5 Prozent auf 672 Millionen Euro zurück. Analysten hatten indes einen noch stärkeren Rückgang befürchtet. Der Umsatz lag mit 7,05 Milliarden Euro 1 Prozent unter dem Vorjahr,

Die starken Rückgänge resultieren vor allem aus dem um ein Viertel eingebrochenen operativen Gewinn der französischen Telekomgesellschaft SFR. Hier kämpft Vivendi bereits seit geraumer Zeit mit Preisdruck. Dagegen wuchs der Gewinn der Videospiel-Sparte Activision Blizzard um 12 Prozent.

Während grosse Teile des Telekomgeschäfts auf dem Prüfstand stehen, will Vivendi vor allem mit Videospielen und im Musikgeschäft wachsen. Beim Musiklabel Universal legte zumindest der Umsatz um 13,5 Prozent zu. Musik zum Herunterladen macht mittlerweile mehr als die Hälfte des Absatzes aus. Wegen Umbaukosten sank aber der Gewinn der Sparte. Den Ausblick für das laufende Jahr bekräftigte der Vorstand.

(rcv/tno/sda)