Der abgelaufene Patentschutz bei umsatzstarken älteren Medikamenten zehrt beim britischen Pharmariesen AstraZeneca heftig an den Gewinnen. Im ersten Quartal brach der Überschuss im Kerngeschäft um 16 Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar ein.

AstraZeneca setzte von Januar bis März 6,42 Milliarden Dollar um und damit etwa gleich viel wie ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen mit. Konzernchef Pascal Soriot zufolge schmälerten Patentverluste die Einnahmen um rund 150 Millionen Dollar.

Weniger Gewinn wegen Kopien

So machten dem Konzern Nachahmer für die Bluthochdruck-Arznei Toprol-XL in den USA und Kopien für den Cholesterinsenker Crestor in Australien zu schaffen. Für das laufende Jahr rechnet AstraZeneca damit, dass der Konzernumsatz 2014 um einen kleinen bis mittleren einstelligen Prozentsatz schrumpft.

AstraZeneca leidet darunter, dass Patente wichtiger Arzneien genau dann auslaufen, wenn so mancher Rivale bereits das Schlimmste hinter sich hat. So endet in diesem Jahr in den USA auch der Patentschutz für das umsatzstarke Anti-Sodbrennen-Mittel Nexium.

Pascal Soriot hat daher die Arzneiforschung im Konzern stark forciert. «Wir investieren in unsere schnell vorankommende Pipeline und in die Schlüsselplattformen, die das Rückgrat unserer Strategie sind, um zu Wachstum zurückzukehren», sagte der Lenker des zweitgrössten britischen Arzneimittelherstellers nach GlaxoSmithKline.

(sda/chb)