Der US-Chemiekonzern DuPont hat im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres vor allem wegen einer deutlich geringeren Nachfrage nach Veredlungschemikalien einen Gewinneinbruch erlitten. «Marktschwächen bei Performance Chemicals und Unterhaltungselektronik sorgten für Herausforderungen im Jahr 2012», sagte Unternehmenschefin Ellen Kullman.

«Wir haben unsere Pläne an das veränderte Marktumfeld angepasst und legen in unserem Geschäft in einer langsam wachsenden Weltwirtschaft zu.» Aufgrund einer deutlichen Nachfrageabschwächung hatte Kullman im Oktober angekündigt, weltweit rund 1500 Jobs abzubauen.

Umsatz im Schlussquartal stagniert

Im vierten Quartal sei der Gewinn je Aktie (EPS) vor Sonderposten von 0,26 US-Dollar im Vorjahr auf 0,11 Dollar zurückgegangen, teilte der BASF-Konkurrent mit. Damit übertraf DuPont dennoch deutlich die Schätzungen der Analysten. Insgesamt schrumpfte der Gewinn auf 111 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor hatte DuPont noch 373 Millionen Dollar erwirtschaftet.

Im Schlussquartal verharrte der Umsatz mit 7,3 Milliarden Dollar auf dem Niveau des Vorjahres. Ungünstige Wechselkurse und eine Änderung im Portfolio hätten einen Zuwachs beim Absatz aufgefressen, hiess es. Während DuPont mit Agrochemikalien vor allem dank gut laufender Geschäfte in Süd- und Nordamerika deutlich mehr umsetzte, ging der Gewinn im Geschäftsbereich Veredlungschemikalien um mehr als die Hälfte zurück.

Vorsichtige Prognose für 2013

Für 2013 rechnet der BASF-Konkurrent mit einem Zuwachs beim bereinigten Gewinn auf 3,85 bis 4,05 Dollar je Aktie. Dies wäre ein Plus von 2 bis 7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012. Analysten hatten bislang im Schnitt einen Gewinn je Aktien von 3,93 Dollar prognostiziert. Beim Umsatz peilt das Unternehmen 36 Milliarden Dollar an, nach 34,8 Milliarden im Vorjahr.

BASF wird am 26. Februar die Zahlen zum vierten Quartal vorlegen.

(vst/rcv/awp)

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