Der Transport- und Logistikkonzern Panalpina hat im zweiten Quartal 2016 eine Rückstellung vorgenommen und deswegen deutlich weniger verdient. Da kein unmittelbarer Aufschwung im Öl- und Gasgeschäft zu erwarteten sei, habe man 26 Millionen Schweizer Franken für Restrukturierungen zurückgestellt, teilt Panalpina mit.

«Während des zweiten Quartals wurde es offensichtlich, dass das Öl- und Gasgeschäft nicht so schnell wieder auf die Beine kommen wird», wird CEO Peter Ulber zitiert. «Wir entschieden uns deshalb, unsere Kapazitäten den aktuellen Volumen anzupassen und nicht auf eine Markterholung zu warten.»

Übriges Geschäft robust

Der operative Gewinn auf Stufe Ebit kam in der Folge bei 10,7 Millionen Schweizer Franken zu liegen nach 35,1 Millionen im Vorjahr und der Reingewinn bei 4,5 Millionen Franken nach 25,7 Millionen. Bereinigt um den Rücksteller kam der Ebit bei 36,8 Millionen Schweizer Franken zu liegen und damit um 4,8 Prozent über dem Vorjahresquartal.

«Die ermutigende Nachricht ist, dass das übrige Geschäft trotz schrumpfender Märkte in der Luft- und Seefracht weiterhin beachtlich robust war», so Ulber.

Der Nettoumsatz ging zwar um 10 Prozent auf 1,29 Milliarden Schweizer Franken zurück. Der für ein Logistikunternehmen aussagekräftigere, weil um die volatilen Frachtraten bereinigte Bruttogewinn legte allerdings um 1,9 Prozent auf 371,4 Millionen Franken zu.

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Öl- und Gasgeschäft bleibt wichtig

Analysten hatten im Vorfeld im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Nettoumsatz von 1,36 Milliarden, einen Bruttogewinn von 369 Millionen Schweizer Franken, einen Ebit von 34,5 Millionen und einen Reingewinn von 25,8 Millionen veranschlagt.

«Das Öl- und Gasgeschäft ist für uns immer noch von strategischer Bedeutung und wir sind zuversichtlich, dass wir die richtigen Massnahmen getroffen haben in einem Markt, der sich langsam stabilisiert», so Ulber mit dem Blick voraus. «In allen übrigen Industriezweigen hat sich unser Geschäft gut entwickelt und wir erwarten, dass dies im weiteren Verlauf des Jahres so weitergeht.» Die Kostenkontrolle bleibe eine wichtige Priorität, während der Geschäfts- und Produktemix weiter ausbalanciert werde.

(awp/chb/ama)