Beim Basler Pharma- und Biochemiekonzern Lonza kommt es per sofort zu einem Führungswechsel: Verwaltungsratspräsident Rolf Soiron übernimmt vorläufig die operative Leitung, wie der Konzern am Mittwoch mitteilt.

Wie der Konzern erklärt habe Stefan Borgas als Konzernchef den Wandel der letzten Jahre begleitet. Hierfür danke ihm der Verwaltungsrat. Die Frage stellt sich jedoch, weshalb der Konzernchef seinen Hut nehmen muss. Weitere Angaben zu seinem Abgang von der Konzernspitze macht das Unternehmen jedoch nicht. 

Frankenstärke hemmt das Geschäft

Zugleich gab Lonza die Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres bekannt. Das Unternehmen hat seinen Umsatz dank der Übernahme der US-Gesellschaft Arch Chemicals um 0,4 Prozent auf 2,69 Milliarden Franken gesteigert. Negative Währungseffekte hinausgerechnet hätten sich die Verkäufe um 13,5 Prozent erhöht. Der operative Betriebsgewinn (EBIT) sank um 30 Prozent auf 261 Millionen Franken, der Reingewinn um 46 Prozent auf 154 Millionen Franken.

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Organisch, das heisst die Ende Oktober abgeschlossene Akquisition von Arch Chemicals nicht mitgerechnet, wäre der operative Gewinn auf Stufe EBIT um 22 Prozent auf 292 Millionen Franken und der Reingewinn um 33 Prozent auf 190 Millionen Franken zurückgegangen.

(rcv/muv/sda)