Eine schwache Nachfrage nach seinen BlackBerry-Smartphones hat dem kanadischen Konzern Research In Motion (RIM) einen überraschend starken Gewinneinbruch eingebracht.

Im zweiten Geschäftsquartal (Juni bis August) schrumpften die Auslieferungen auf 10,6 Millionen Smartphones. Im Vorjahreszeitraum war RIM noch 12,1 Millionen Blackberrys losgeworden. Dabei boomt der Markt. So setzte Apple binnen drei Monaten zuletzt mehr als 20,3 Millionen iPhone-Handys und fast 9,3 Millionen iPad-Tablets ab. Die Produktion läuft am Anschlag.

Gründe für die schwachen Zahlen bei BlackBerry waren eine veraltete Produktreihe, die erst spät im vergangenen Geschäftsquartal aktualisiert wurde, sowie enttäuschende Verkäufe des Tablet-Computers PlayBook.

Im Drei-Monats-Zeitraum fielen der Reingewinn um 47 Prozent auf 419 Millionen Dollar und der Umsatz auf 4,2 (Vorjahreszeitraum: 4,62) Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag Börsenschluss mitteilte. Die Kennzahlen wie auch die PlayBook-Auslieferungen lagen unter den Schätzungen von Analysten.

Für das laufende Geschäftsquartal erwartet RIM eine Erholung des Absatzes sowie höhere Umsätze und Gewinne als in den vorangegangenen drei Monaten. Doch die Anleger reagierten enttäuscht: Die RIM-Aktie rutschte im nachbörslichen Handel um bis zu zehn Prozent ab.

RIM gehört zu den Pionieren in der Smartphones-Welt, hatte aber den Trend zu berührungsempfindlichen Bildschirmen lange verschlafen, während Apple mit seinem iPhone Verkaufserfolge feierte.

(rcv/sda)