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Bauchemie
Gewinnplus: Sika erklimmt neue Höhen

Sika: Will in diesem Jahr den Umsatz um bis zu 8 Prozent steigern. Keystone

Mehr Gewinn, mehr Umsatz: Mitten im Übernahmekampf zeigt sich Sika von seiner stärksten Seite und legt neue Erkordergebnisse für das erste Halbjahr vor. In fast allen Regionen resultierte ein Plus.

Veröffentlicht am 29.07.2016

Die Querelen um die Übernahme tun dem guten Geschäftsgang des Bauchemiespezialisten Sika weiterhin keinen Abbruch. Im ersten Halbjahr 2016 legte das Unternehmen einen Umsatzrekord hin: Zwischen Januar und Ende Juni steigerte das Zuger Unternehmen den Umsatz um 6,9 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken, wie aus einer Mitteilung vom Freitagmorgen hervorgeht.

Der Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahr von 197 auf 246 Millionen Franken zu (+24,8 Prozent). Auch das war ein Rekord für ein erstes Halbjahr. Günstig waren für Sika für einmal sowohl die Währungssituation wie auch die Lage an den Rohstoffmärkten. Dies habe mitgeholfen, die Margen zu verbessern, hiess es im Communiqué.

Mittlerweile 95 Länder

Weiter erschloss Sika eifrig neue Länder, in den vergangenen sechs Monaten eröffnete das Unternehmen zwei Ländergesellschaften (Kuwait, Nicaragua) und sechs Fabriken. Nunmehr ist Sika nach eigenen Angaben in 95 Ländern präsent.

Zufrieden zeigte sich Konzernchef Jan Jenisch: Die Investitionen und der Ausbau hätten sich ausbezahlt, alle Regionen hätten zum Rekordergebnis beigetragen. Für die Zukunft zeigte er sich optimistisch. Die Jahresziele – Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent bei überproportionaler Gewinnsteigerung – bestätigte der Konzern.

Europa als Zugpferd

Ein starkes Wachstum meldete Sika vor allem aus der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (+7,5 Prozent) und Nordamerika (+15,9 Prozent).

In Lateinamerika (-9,8 Prozent) verhagelte die Abwertung einiger Währungen die Bilanz; in Lokalwährungen wäre Sika auch dort gewachsen. In Asien/Pazifik (+5,3 Prozent) vermochten Südostasien und Pazifik die geschwächte Nachfrage in China zu kompensieren.

Übernahme in der Schwebe

Keine Neuigkeiten gibt es im Streit um die Übernahme durch den französischen Baukonzern Saint-Gobain. Der Übernahmeversuch, der von der Sika-Führung als feindlich eingestuft wird und über den derzeit die Gerichte entscheiden, bleibe «für die Zukunft als Unsicherheitsfaktor bestehen».

Saint-Gobain hatte seinerseits schon am Donnerstag mitgeteilt, unverändert an seinen Plänen zur Übernahme festzuhalten. Der Plan zur Akquisition einer Kontrollmehrheit an Sika gehöre zu den priorisierten Aktivitäten im zweiten Halbjahr, hiess es in einer Mitteilung zu den Halbjahreszahlen der Franzosen.

(sda/ise)

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