Die VP Bank hat 2016 weniger Gewinn als im Vorjahr erwirtschaftet. Sie verdiente unter dem Strich 58,0 Millionen Franken nach 64,1 Millionen Franken im Vorjahr. Allerdings hatte 2015 die Fusion mit der Centrum Bank den Gewinn noch deutlich angehoben.

Auch eine Änderung des Rechnungslegungsstandards IFRS hatte den Gewinn positiv beeinflusst. Ohne diese Einmaleffekte 2015 liege der Jahresgewinn 2016 um 27,4 Millionen Franken über dem Vorjahresergebnis, schreibt die VP Bank in einer Mitteilung.

Grösster Erfolg im Zinsgeschäft

Auch der Geschäftsertrag habe sich, den Einmaleffekt ausgeklammert, um 6,5 Prozent erhöht. Am stärksten stieg der Erfolg aus dem Zinsengeschäft mit 15,8 Prozent. Aber auch mit dem Handelsgeschäft (+5,5 Prozent) nahm die VP Bank mehr Geld ein. Hingegen verminderte sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 6,0 Prozent.

Weiter betreute die VP Bank Ende 2016 Kundenvermögen im Gesamtwert von 35,8 Milliarden Franken - ein Plus von 2,8 Prozent. Einerseits vermehrten sich die Vermögen durch eine gute Anlagerendite, während im Vorjahr noch Verluste resultiert hatten.

Neue Kundengelder in Asien

Andererseits konnte die VP Bank wieder neue Kundengelder anziehen - vor allem in Asien. Der Netto-Neugeldzufluss betrug 7,0 Millionen Franken. Im Vorjahr hatten Kunden unter dem Strich noch 658 Millionen Franken abgezogen. Auch 2016 hätten aber wegen vor dem Hintergrund des regulatorischen Umfelds und der Steuerthematik in Europa noch Abflüsse verbucht werden müssen, schreibt die VP Bank.

2016 habe die Bank eine solide Basis für eine erhöhte Profitabilität gelegt, heisst es in der Mitteilung. Einsparungsmöglichkeiten sollen weiterhin ausgeschöpft werden. 2017 werde zudem Wachstum ein Kernthema bleiben. Deshalb will die Bank ihre Teams in Asien ausbauen.

(sda/chb/me)

Anzeige