Die Wirtschaftskrise auf dem Heimatmarkt setzt der spanischen Telefongesellschaft Telefonica weiter zu. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (OIBDA) sackte im dritten Quartal um 13 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 4,68 Milliarden Euro ab, wie der Konzern in Madrid mitteilte. Analysten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Der Überschuss brach sogar um 21 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro ein, der Umsatz ging um knapp zehn Prozent auf 14,1 Milliarden Euro zurück.

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Billig-Anbieter heizen ein

Das Unternehmen leidet angesichts der wirtschaftlichen Probleme in Spanien unter einem harten Preiskampf. Billig-Anbieter machen dem Platzhirschen das Leben schwer. Zudem belastet der starke Euro. Fortschritte machte der bislang am höchsten verschuldete Telekomkonzern Europas beim Abbau der Verbindlichkeiten. Sie lagen Ende September bei 46,1 Milliarden Euro, 10 Milliarden weniger als zwölf Monate zuvor. Der Konzern hatte sich zuletzt unter anderem von Geschäften in Irland und Tschechien getrennt. Die börsennotierte Tochter Telefonica Deutschland mit der Marke O2 will mit einer Übernahme des Konkurrenten E-Plus ihre Lage verbessern.

(awp/chb)