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Jahreszahlen
Gewinnsprung bei Richemont dank Sondereffekten

Richemont: Besseres Ergebnis, Analysten trotzdem enttäuscht. Bild: Keystone

Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont hat 2015 dank Sondereffekten klar besser abgeschnitten als im Vorjahr. Die Erwartungen der Analysten wurden damit aber nicht erreicht.

Veröffentlicht am 20.05.2016

Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont hat im vergangenen Geschäftsjahr 2015/16 dank Sondereffekten deutlich mehr verdient. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 2,23 Milliarden Millionen Euro - ein Plus von 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der hinter der französischen LVMH Gruppe zweitgrösste Anbieter von Luxuswaren am Freitag mitteilte.

Damit verfehlte Richemont aber die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt einen Gewinn von 2,43 Milliarden Euro prognostiziert hatten. Die Erlöse aus dem Verkauf von Cartier-Schmuck, Edeluhren der Marken Piaget und IWC sowie edlen Schreibutensilien und Ledermode stiegen um sechs Prozent auf 11,076 Milliarden Euro. Die Dividende soll auf 1,70 von 1,60 Franken je Aktie erhöht werden.

Zurückhaltung für Zukunft

Geschuldet war der Gewinnanstieg vor allem dem Zusammenschluss der Online-Tochter Net-A-Porter mit der italienischen Yoox, der zu einem einmaligen Buchungsgewinn von 639 Millionen Euro geführt hatte. Zudem war das Ergebnis im Jahr zuvor wegen Buchverlusten mit Finanzinstrumenten um mher als ein Drittel eingebrochen.

Richemont äussert sich zurückhaltend zu den weiteren Aussichten. Kurzfristig dürfte sich das Umfeld kaum deutlich verbessern, hiess es in der Mitteilung.

(reuters/chb)

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