Der Lifesciencekonzern Lonza hat im ersten Halbjahr 2014 mehr umgesetzt und vor allem deutlich mehr verdient. Dies war neben einem guten Geschäftsgang auch deutlich tieferen Restrukturierungskosten zu verdanken. Den Ausblick für das laufende Jahr haben die Basler bekräftigt.

Der Umsatz stieg in der Berichtsperiode um 3,2 Prozent auf 1,80 Milliarden Franken, teilte Lonza am Donnerstag mit. In Lokalwährungen gerechnet erhöhten sich die Verkäufe um 7,0 Prozent. Der EBITDA stieg derweil um 8,4 Prozent auf 362 Millionen Franken, entsprechend einer 0,9 Prozentpunkte höheren Marge von 20,1 Prozent, und der EBIT hat sich mit 215 Millionen beinahe verdoppelt. Der Reingewinn stieg schliesslich um rund 100 Millionen 140 Millionen Franken.

Verbesserung in den Kennzahlen

Daneben weist Lonza die um Wertberichtigungen und Restrukturierungsaufwendungen für den Konzernumbau bereinigten Zahlen aus: Der sogenannte «Kern-EBIT» stieg um 13 Prozent auf 241 Millionen Franken, der «Kern-Reingewinn» um 28 Prozent auf 162 Millionen.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Lonza die Schätzungen der Analysten punkto Gewinn leicht übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1,81 Milliarden, für den Kern-EBIT bei 236 Millionen, den EBIT bei 203 Millionen und für den Reingewinn bei 124 Millionen Franken.

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Richard Ridinger ist zufrieden mit dem Halbjahresergebnis

Die Nettoverschuldung verringerte sich um 304 Millionen auf 2,11 Milliarden Franken. Dies entspreche einem Verschuldungsgrad von 102 Prozent und einem Nettoverschuldung/EBITDA-Verhältnis von 2.81×. Das RONOA-Kernergebnis lag den Angaben zufolge bei 14,5 Prozent, verglichen mit 11,8 Prozent im ersten Halbjahr 2013. Lonza strebt bis 2016 einen Wert von 16 Prozent an.

«Das sind zufriedenstellende Resultate. Sie zeigen, dass wir uns mit unseren transformativen Initiativen, welche bereits erste Ergebnisse bringen und uns marktorientierter sowie wettbewerbsfähiger machen, auf dem richtigen Weg befinden», kommentiert CEO Richard Ridinger den Halbjahresabschluss.

Wachstum im Gesamtjahr 2014 erwartet

Keine konkreten Neuigkeiten gibt es zur geplanten Abspaltung des Wood Treatment-Geschäfts. Die strategische Evaluierung sei im Gange und sobald eine Entscheidung getroffen sei, würden die Finanzmärkte entsprechend informiert. Lonza wolle das Geschäft entweder veräussern oder andere strategische Optionen verfolgen. Der Geschäftsgang in Holzschutz habe sich derweil in der Berichtsperiode erneut verbessert, so Lonza.

Für das Gesamtjahr 2014 erwartet Lonza ein Wachstum des Kern-EBIT von «ungefähr 10 Prozent» und ein Umsatzplus von «ungefähr 5 Prozent», dies basierend auf konstanten Wechselkursen. Damit wurde die Guidance bekräftigt. Die Investitionsausgaben im Jahr 2014 würden deutlich unter 300 Millionen Franken bleiben, heisst es weiter.

(awp/lur/me)