Die Versicherungsgruppe Baloise hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Konzerngewinn (vor Minderheiten) von 442 Millionen Franken abgeschlossen und damit das Ergebnis aus dem Vorjahr in Höhe von 61,3 Millionen deutlich übertroffen.

Das Jahr 2011 war stark negativ beinflusst von Sonderfaktoren - Abschreiber auf griechischen Staatspapieren, auf Aktien und auf dem Goodwill für das Kroatien-Geschäft sowie Rückstellungen im Lebengeschäft. Nach Abzug der Minderheitsanteile weist die Baloise für 2012 einen Gewinn von 436,6 Millionen Franken (Vorjahr 60,8) aus.

Das gute Ergebnis basiere auf dem kerngesunden Versicherungsgeschäft sowie dem guten Ertrag der Kapitalanlagen, sagt CEO Martin Strobel in einer Mitteilung. Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat an der kommenden Generalversammlung vom 2. Mai die Ausschüttung einer zum Vorjahr unveränderten Dividende von 4,50 Franken je Aktie vor.

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Das Geschäftsvolumen der Baloise-Gruppe stieg im Berichtsjahr um 2,6 Prozent auf 8,36 Milliarden Franken, in Lokalwährungen wuchs das Volumen gar um 3,8 Prozent. Dabei sind die Bruttoprämieneinnahmen nach IFRS jedoch um 0,9 Prozent auf 6,74 Milliarden gesunken. Die Combined Ratio verbesserte sich derweil auf 94,1 Prozent nach 95,5 Prozent.

Zuwachs bei Eigenkapital

In der Bilanz wuchs das Eigenkapital per Ende 2012 um 25 Prozent auf 4,87 Milliarden Franken, während die Eigenkapitalrendite bei 10,3 Prozent lag und sich die Solvenzmarge auf 277 Prozent erhöhte (228 Prozent per Ende Halbjahr und 203 Prozent Ende 2011).

Mit den wichtigsten Kennzahlen hat die Baloise die Vorgaben der Analysten in etwa getroffen. Der Reingewinn (nach Minderheiten) wurde bei 428 Millionen Franken, die Combined Ratio bei 94,4 Prozent und die Bruttoprämieneinnahmen bei 6,74 Milliarden erwartet. Das Eigenkapital haben die Analysten im Durchschnitt (AWP-Konsens) auf 4,37 Milliarden geschätzt.

Die Baloise hat sich neue Ziele gesetzt. In den kommenden Jahren soll eine Eigenkapitalrendite im Bereich von 8 bis 12 Prozent erreicht werden und die Combined Ratio soll im Bereich von 93 bis 96 Prozent zu liegen kommen. Bei den Lebensversicherungen will man eine Neugeschäftsmarge von über 10 Prozent erreichen und die Dividendenpraxis soll attraktiv bleiben, wie es heisst.

Renditeziel zwischen 10 und 12 Prozent

Mit dem im vergangenen Jahr zu Ende gegangenen Programm «Baloise 2012» hatte das Unternehmen eine Rendite auf dem Eigenkapital von 15 Prozent, eine Combined Ration von «deutlich unter 100 Prozent» sowie eine Ertragssteigerung im Umfang von 200 Millionen Franken angestrebt.

Mit Blick auf das Renditeziel machte das Management allerdings bereits Anfang 2012 klar, dass im aktuellen Tiefzinsumfeld ein Wert zwischen 10 und 12 Prozent wohl realistischer sei.

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(tke/tno/awp)