Schindler gibt eine Gewinnwarnung heraus. So werde eine ausserordentliche Abschreibung auf die Beteiligung an dem südkoreanischen Lifthersteller Hyundai Elevator (Hyundai) den Konzerngewinn 2013 belasten, teilt der Lift- und Rolltreppenhersteller mit.

Der Grund: Der Wert der Hyundai-Anteile sei infolge einer Kapitalerhöhung stark gesunken und deswegen müsse man in Anwendung der IFRS-Rechnungslegungsgrundsätze eine Abschreibung (Impairment) von 155 Millionen Franken auf die Beteiligung vornehmen, wie es heisst. Diese Abschreibung belaste im zweiten Quartal das Finanzergebnis und schmälere somit den Konzerngewinn 2013 um diesen Betrag.

Schindler war 2006 beim südkoreanischen Lifthersteller eingestiegen und vor der Kapitalerhöhung mit einem Anteil von 35 Prozent dessen zweitgrösster Aktionär. Am 4. Juni 2013 habe Hyundai eine Kapitalerhöhung in der Höhe von umgerechnet etwa 82,4 Millionen Franken unter Ausschluss der Bezugsrechte der bestehenden Aktionäre und mit einem Abschlag von 25 Prozent lanciert.

Beteiligung auf knapp 31 Prozent gesunken

Der Schweizer Lift- und Rolltreppenhersteller focht die Kapitalerhöhung gerichtlich an, unter anderem weil Hyundai den Verwendungszweck der aufgenommenen Mittel ungenügend offengelegt und überdies den Minderheitsaktionären keine Bezugsrechte gewährt habe, so die Mitteilung. Die Klage auf provisorische Suspendierung der Kapitalerhöhung wurde jedoch abgewiesen.

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An der Kapitalerhöhung nahm Schindler nicht teil, da man davon ausgegangen sei, dass die Mittel zur Finanzierung der Kontrolle über die verlustschreibende Hyundai Merchant Marine Ltd. verwendet würden. Durch die Kapitalerhöhung sank die Beteiligung der Schweizer auf knapp 31 Prozent, heisst es.

(tno/awp)