1. Home
  2. Unternehmen
  3. Givaudan legt zu und erhöht Preise

Aromen und Riechstoffe
Givaudan legt zu und erhöht Preise

Givaudan
Givaudan: Wachstum in den ersten neun Monaten des Jahres.Quelle: Keystone

Alle Regionen und Segmente haben zum Wachstum bei Givaudan beigetragen. Wegen der Produktionskosten werden die Preise erhöht.

Veröffentlicht am 09.10.2018

Der Aromen- und Riechstoff-Hersteller Givaudan ist in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018 weiter gewachsen. Alle Regionen und Produktsegmente haben zu diesem Wachstum beigetragen. Besonders die strategischen Fokusbereiche, zu denen auch die neu erworbenen Unternehmen zählten, haben zugelegt. Um die steigenden Produktionskosten auszugleichen, werden auch die Preise erhöht.

Der Umsatz legte um 5,7 Prozent auf 4,07 Milliarden Franken zu. Inklusive Währungs-, Akquisitions- und Devestitionseinflüsse stiegen die Verkäufe in Franken um 8,4 Prozent. Nach Divisionen betrachtet zog der Umsatz in der Division Riechstoffe um 6,6 Prozent auf 1,88 Milliarden an, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. In der Division Aromen resultierte ein Anstieg von 4,8 Prozent auf 2,20 Milliarden. Damit hat Givaudan die Prognosen der Analysten ganz leicht übertroffen.

Luxusparfümerie mit grossem Plus

Von den Divisionen wuchsen die Riechstoffe also wie schon im ersten Halbjahr deutlicher schneller als die Aromen. Hier trug unter anderem die im Juni erworbene Expressions Parfumées 27 Millionen Franken zu den Verkäufen bei. Besonders kräftig nach oben ging es dabei für die Sparte Luxusparfümerie, die ein Plus von fast 12 Prozent einfuhr.

Die Sparte Konsumgüter steigerte die Verkäufe um gut 5 Prozent mit einem ausgewogenen Wachstum über alle Kundengruppen und Regionen. Unter anderem legten Lateinamerika, Südostasien sowie Afrika und der Nahe Osten zweistellig zu. Derweil sanken die Verkäufe in Nordamerika. Die Sparte Richstoffingredienzien und Active Beauty wuchs um knapp 7 Prozent, wobei besonders Active Beauty zweistellig zulegte.

Lateinamerika legt am stärksten zu

In der Division Aromen sei die Geschäftsdynamik in allen Regionen stark gewesen, hiess es weiter. Zudem trugen die im Mai übernommene Centroflora Nutra 6 Millionen und Naturex seit September 35 Millionen Franken zu den Verkäufen bei. Nach Segmenten leisteten sowohl Getränke, Milchprodukte und Süsswaren sowie Snacks einen positiven Beitrag.

Regional gesehen legte Lateinamerika mit knapp 14 Prozent Umsatzplus am stärksten zu. Besonders Brasilien sei mit einem starken zweistelligen Wachstum daran beteiligt, aber auch in Argenitinien, Mexiko und Kolumbien sei eine gute Dynamik festzustellen. Die Region Asien-Pazifik zog um knapp 6 Prozent an, insbesondere dank Indien und Thailand, aber auch China und Indonesien zeigten starkes Wachstum. In Europa, Afrika und Naher Osten zog das Wachstum noch um gut 4 Prozent an, Nordamerika hinkte aufgrund des hohen Vorjahresvergleichs mit gut 2 Prozent etwas hinterher.

Mittelfristziele bestätigt

Im dritten Quartal hat sich die Entwicklung damit etwas beschleunigt. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,7 Prozent. Die Division Riechstoffe wies dabei ein Umsatzplus von 6,8 Prozent aus und die Sparte Aromen einen um 4,7 Prozent höheren Umsatz.

Die geltenden Mittelfristziele werden vom Konzern wie erwartet bestätigt. Demnach strebt Givaudan jährlich ein organisches Wachstum von 4 bis 5 Prozent an und will damit das Marktwachstum übertreffen. Die Free-Cashflow-Rendite soll gemessen an den Verkäufen in der Bandbreite von 12 bis 17 Prozent liegen. Die bestehende Dividendenpraxis soll im Rahmen dieser Ziele beibehalten werden.

(sda/gku/bsh)

Anzeige