Der Aromen- und Riechstoffe-Hersteller Givaudan will Teile seiner Grundstücke in Dübendorf ZH verkaufen. Als Folge dürften rund 200 Arbeitsplätze nach Kemptthal ZH verlegt werden.

Ein Vertrag mit einem anderen grossen Schweizer Unternehmer sei beurkundet worden, er sei aber noch an gewisse Bedingungen geknüpft, bestätigte Hugo Felix, Kommunikationsverantwortlicher der Givaudan für Zürich, einen Bericht im «Landboten» und weiteren Zürcher Regionalzeitungen.

Die Produktionsstätte mit 320 Arbeitsplätzen ist vom geplanten Landverkauf nicht betroffen. Hingegen müssen 230 Mitarbeiter, die in Verwaltung und Forschung arbeiten, in fünf bis sieben Jahren an einen anderen Standort umziehen.

Noch nicht definitiv beschlossen

«Da bietet sich Kemptthal natürlich an», sagte Hugo Felix. Ein Standort im Kanton Zürich sei gerade für den Forschungsbereich wichtig. Der Umzug nach Kemptthal ist aber noch keine definitiv beschlossene Sache. Es liege weder ein entsprechender Beschluss des Verwaltungsrates vor, noch seien allfällige Investitionen getätigt.

Ob dann genau 230 Mitarbeitende nach Kemptthal umziehen, ist auch noch unklar. Einzelne könnten auch an andere Standorte verlagert werden.

In der ehemaligen Maggi-Fabrik in Kemptthal hätte es genügend Platz: Besitzerin Givaudan lagert die Pulver-Produktion bis Ende 2013 nach Ungarn aus und streicht deshalb in Kemptthal 120 Arbeitsstellen. Givaudan mit Hauptsitz in Vernier GE ist der weltgrösste Aromen- und Riechstoffhersteller.

(aho/vst/sda)