Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan hat im vergangenen Geschäftsjahr 2011 unter dem starken Schweizer Franken und steigenden Rohstoffkosten gelitten. Preiserhöhungen sind unterwegs und deren positiven Auswirkungen lassen sich bereits am Ergebnis des zweiten Semesters ablesen.

Der Umsatz sank im Berichtsjahr um 7,6 Prozent auf 3,92 Milliarden Franken. Der Konzern schiebt das zu einem grossen Teil auf den Wechselkurs. In Lokalwährungen wären die Verkäufe denn auch um 5,2 Prozent gewachsen. Unter dem Strich verdiente Givaudan mit 252 Millionen Franken, 26 Prozent weniger als 2010. Der Gewinn pro Aktie ging auf 27,71 von zuvor 37,87 Franken zurück. Mit den vorgelegten Zahlen hat Givaudan die Schätzungen der Analysten überall bis auf den Reingewinn übertroffen.

Trotz Gewinnrückgang sollen die Aktionäre eine um 50 Rappen auf 22 Franken erhöhte Dividende je Aktie erhalten. Der Betrag wird aus den Reserven für Kapitaleinlagen gedeckt und ist damit steuerfrei.

Dereinst sollen die Anteilseigner noch reicher beschenkt werden: Sobald der Verschuldungsgrad auf 25 Prozent gefallen ist, will Givaudan mehr als 60 Prozent des freien Cashflows ausschütten. Allerdings ist die so genannte Leverage-Ratio per Ende Dezember 2011 auf 29 Prozent gestiegen, nach 28 Prozent Ende 2010. Die Nettoverschuldung des Konzerns lag Ende 2011 bei 1,45 Milliarden Franken und damit über dem Vorjahreswert von 1,35 Milliarden.

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(laf/awp)