Stellenabbau bei Givaudan: «Wir haben in unserem Werk in Kemptthal die ersten Kündigungen ausgesprochen», bestätigt Unternehmenssprecher Peter Wullschleger Informationen der «Handelszeitung».

Der Westschweizer Aroma- und Riechstoffhersteller hatte im August 2010 bekannt gegeben, er werde Teile des bei Winterthur gelegenen Werks schliessen und rund 120 Stellen abbauen. Laut Wullschleger werden diese Pläne nun etappenweise umgesetzt.

Ein «kleinerer Teil» des Abbaus könne über Frühpensionierungen und natürliche Fluktuationen aufgefangen werden. Der Rest erfolge über Kündigungen. Wie viele blaue Briefe bereits verschickt wurden, wollte Wullschleger nicht kommunizieren. Der grösste Teil des Abbaus soll gemäss dem Sprecher bis Ende 2012 abgeschlossen sein.
 
Givaudan schliesst in Kemptthal die Produktion von kulinarischen Aromen und damit ein Kernstück der ehemaligen Maggi-Fabrik. Diese Stoffe stecken etwa in Suppen, Snacks oder Fertigsaucen. Im Zuge der Umstrukturierung schliesst auch ein Werk in Grossbritannien mit 150 Mitarbeitenden.

Die Produktion erfolgt nun in einer neuen Fabrik im ungarischen Städtchen Mako. Diese ist inzwischen fertiggestellt und wird laut Wullschleger in einem Monat erste Produkte ausliefern. Die restlichen 160 Arbeitsplätze in Kemptthal sind vom Abbau nicht betroffen.