Der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan hat im ersten Halbjahr 2015 trotz eines leicht tieferen Umsatzes mehr verdient. So sanken die Verkäufe um 0,3 Prozent auf 2,18 Milliarden Franken. In Lokalwährungen gerechnet sowie um Akquisitionen und Veräusserungen bereinigt wären die Verkäufe allerdings um 1,3 Prozent gestiegen. Der Reingewinn stieg derweil kräftig um 11 Prozent auf 339 Millionen Franken, der Gewinn pro Aktie betrug 36,82 Franken (VJ 33,13 Franken), heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda stieg minimal um 0,6 Prozent auf 566 Millionen Franken; daraus errechnet sich eine Marge von 25,9 Prozent, nach 25,6 Prozent im Vorjahr. In Lokalwährungen ergab sich ein Anstieg des Ebitda um 6,4 Prozent. Der freie Cashflow erreichte mit 248 Millionen Franken rund 11,4 Prozent der Verkäufe.

Schätzungen deutlich übertroffen

Mit diesen Zahlen hat Givaudan die Schätzungen der Analysten mit Blick auf die Profitabilität deutlich übertroffen. Erwartet wurde im Durchschnitt (AWP-Konsens) ein Umsatz von 2,18 Milliarden Franken, ein Ebitda von 535 Millionen und ein Reingewinn von 298 Millionen Franken.

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Die Division Riechstoffe meldet einen Umsatz von 1,02 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Stagnation auf vergleichbarer Basis und einem Rückgang um 1,1 Prozent in Franken. Die Division Aromen erzielte einen Umsatz von 1,16 Milliarden, woraus sich ein Anstieg von 2,6 Prozent auf vergleichbarer Basis beziehungsweise ein Plus von 0,4 Prozent in Franken errechnet.

Givaudan bekräftigt Fünfjahresziele

Die Umsetzung der Ziele für 2015 verlaufe nach Plan, heisst es. Die Projektpipeline sowie die Geschäftsabschlussraten blieben auf einem hohen Niveau. Ferner bekräftigt Givaudan seine Fünfjahresziele. Demnach streben die Genfer jährlich ein organisches Wachstum von 4,5 bis 5,5 Prozent an bei einem erwarteten Marktwachstum von 2 bis 3 Prozent an sowie weitere Marktanteilsgewinne.

Die Ebitda-Marge soll dauerhaft auf einem «branchenführenden» Niveau liegen. Ausserdem soll der freie Cashflow bis 2015 auf 14 bis 16 Prozent des Umsatzes gesteigert werden. Zudem sollen mehr als 60 Prozent des freien Cashflows ausgeschüttet werden und der Verschuldungsgrad soll bei unter 25 Prozent liegen.

(awp/gku)