Die Graubündner Kantonalbank (GKB) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 operativ etwas weniger verdient als im Vorjahr. Die Bank geht davon aus, dass die weiterhin tiefen Zinsen, sowie die Frankenaufwertung das Geschäft im laufenden Jahr weiter negativ beeinflussen werden.

Der Bruttogewinn verminderte sich 2014 um 3,3 Prozent auf 207,3 Millionen Franken. Der Konzerngewinn verbesserte sich dagegen leicht um 1,6 Prozent auf 163,8 Millionen. Die Inhaber der Partizipationsscheine sollen eine unveränderte Dividende von 38 Franken erhalten, wie die Bank  mitteilte.

Geldabflüsse von ausländischen Kunden

Das Zinsgeschäft brachte angesichts der tiefen Geld- und Kapitalmarktsätze rund 2,6 Prozent weniger ein als noch im Vorjahr. Die Einnahmen aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft blieben konstant und der Handelsgewinn nahm um knapp 5 Prozent zu.

Die GKB verzeichnete 2014 insbesondere als Folge von Geldabflüssen von ausländischen Kunden einen Nettogeldabfluss von insgesamt 182,7 Millionen Franken nach einem Zufluss von 362 Millionen im Vorjahr. Damit blieb die Bank deutlich hinter ihren selbst gesteckten Zielen zurück. Insgesamt zeigt sich die Bank mit dem Geschäftsergebnis 2014 allerdings zufrieden.

Mindestkurs-Ende mit negativem Einfluss

Im laufenden Jahr geht die GKB von einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld mit negativen Geld- und Kapitalmarktzinsen aus. Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die Negativzinsen würden das Geschäftsergebnis der GKB negativ beeinflussen, so die Erwartung. Vor diesem Hintergrund rechnet das Management mit einem Gewinn in der Grössenordnung von 160 und 170 Millionen Franken.

(sda/tno/ama)