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Glänzende Aussichten für Stadler Rail – 300 neue Arbeitsplätze

Grossaufträge aus Berlin und Luxemburg liessen bei Stadler Rail die Kassen klingeln. (Bild: Keystone)

Mehr Aufträge, mehr Umsatz, mehr Arbeitsplätze: Stadler Rail hat ein gutes Geschäftsjahr hinter sich – und rechnet für das Laufende mit einer noch besseren Bilanz.

Veröffentlicht am 27.05.2011

Stadler Rail hat 2010 so viele neue Aufträge an Land gezogen wie noch nie. Insgesamt gingen Bestellungen für 2,87 Milliarden Franken ein. Der Umsatz des Schienenfahrzeug-Herstellers stieg um 38 Millionen Franken auf 1,08 Milliarden Franken. Derzeit baut Stadler Rail seine Kapazitäten in Deutschland aus. Für das laufende Jahr rechnet Stadler Rail mit einem Umsatzsprung auf 1,45 Milliarden Franken.

Besonders gut entwickelten sich die Geschäfte der Division Deutschland, heisst es. So gewann Stadler Grossaufträge für Doppelstock-Triebzüge der S-Bahn Berlin und der Luxemburgischen Staatsbahn.

Deshalb plant Stadler, die Kapazitäten in Deutschland auszubauen. Bis 2013 sollen in zwei neuen Werken in Berlin sowie in Brandenburg 300 neue Arbeitsplätze entstehen. Stadler wird danach in Deutschland 1100 Mitarbeiter beschäftigen.

Die Kapazitäten an den drei Schweizer Standorten Bussnang TG, Altenrhein SG und Winterthur sind bis mindestens Mitte 2013 ebenfalls gut ausgelastet. Wegen des starken Frankens sei aber offen, ob danach das Produktionsniveau gehalten werden könne, schreibt das Unternehmen.

Eine Enttäuschung für Stadler war die Vergabe der neuen SBB-Doppelstockzüge für den Fernverkehr an den Konkurrenten Bombardier. Der verlorene Auftrag werde sich ab 2013 auswirken, heisst es. Ob er mit Bestellungen aus dem Ausland kompensiert werden könne, sei äusserst unsicher.

2010 kamen mit dem Doppelstockzug KISS und dem Intercity-FLIRT zwei potentielle Verkaufsschlager erstmals auf die Schienen. Seit März 2011 liefert Stadler Breitspur-Züge nach Weissrussland aus, und damit erstmals in einen GUS-Staat (ehemalige Sowjetunion). Stadler hofft dort weiter Fuss zu fassen. Das Potenzial sei gross.

(laf/cms/awp)

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