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Betreibungen
Gläubiger sauer, nachdem Sauber EKZ bezahlt hat

Der Schweizer Rennstall SauberF1 zahlte selektiv Gläubiger aus. Die Übergangenen haben daran keine Freude.

Veröffentlicht am 20.11.2013

Letzte Woche machte die «Handelszeitung» publik, dass die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) am 11. Oktober 2013 der Sauber Motorsport AG eine Betreibung ins Haus geschickt hatten. Kurz darauf hat das Schweizer Formel-1-Rennteam die Rechnung über fast 54'000 Franken laut eigenen Angaben beglichen – sehr zum Ärger ­anderer Gläubiger. Einer von ihnen ver­öffentlichte seinen Unmut im Internet. «Sauber? Gar nicht sauber ist das», schrieb der Finanzchef eines KMU. Der Sauber-Lieferant aus Biel wartet seit März auf sein Geld. «Wenn Sauber wenigstens über ­Ratenzahlungen oder Ähnliches mit uns gesprochen hätte, dann hätte ich ihn nicht betrieben», so der Finanzchef weiter. Man hätte bestimmt eine Lösung gefunden.

Bereits früher hatten sich Unternehmen darüber beschwert, dass Sauber ­Fragen zu offenen Rechnungen einfach ignoriert habe. Viele der langjährigen Lieferanten sind enttäuscht. So auch das Bieler KMU, dessen Finanzchef sagt, er habe Sauber «bis jetzt bei jedem Rennen fest die Daumen gedrückt». Doch er habe keine andere Wahl gehabt, als die Betreibung einzuleiten. Sauber erhob umgehend Rechtsvorschlag, nun muss die Firma vor Gericht ziehen. «Weshalb macht Sauber dieses miese Spielchen nicht auch mit den EKZ?», fragt der Finanzchef. Die Sauber Motorsport AG reagierte nicht auf Anfragen der «Handelszeitung». (jft)

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