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Mode
Glamour-Milliardär greift nach Giambattista Valli

Roben von Giambattista Valli: Milliardär François-Henri Pinault will sie haben.   ZVG

Der französische Milliardär François-Henri Pinault, der das Gros seiner Geschäfte über die Schweiz abwickelt, beteiligt sich am Haute-Couture-Haus Giambattista Valli. Später will er es ganz kaufen.

Von Marcel Speiser
am 30.06.2017

Er ist schwerreich, hat einen Sohn mit dem Ex-Supermodel Linda Evangelista und ist mit Schauspielerin Salma Hayek verheiratet. Jetzt hat er sich über seine Pariser Beteiligungsgesellschaft Artemis am Modehaus Giambattista Valli – dem Lieblingsdesigner von Stars wie Keira Knightley, Rhianna und Amal Clooney – beteiligt. Das berichtet das Online-Fachblatt «The Fashion Law».

Rupert, Arnault, Pinault

Welche Summe für welchen Anteil der 55-jährige Pinault investiert hat, ist nicht bekannt. Klar aber ist: Seine Artemis will Giambattista Valli zu einem späteren Zeitpunkt ganz übernehmen.

Dann kann Pinault das Modehaus in sein Luxusgüter-Imperium integrieren. Neben Johann Rupert von Richemont und Bernard Arnault von LVMH ist Pinault der dritte Milliardär, der einen grossen Luxuskonzern kontrolliert.

Besitzer von Gucci und Girard-Perregaux

Unter dem Dach von Pinaults Artemis sind einige der grössten Luxus-Marken der Welt versammelt. Unter anderem die Modehäuser Gucci, Saint-Laurent und Brioni, die Uhrenmarken Girard-Perregaux, Ulysse Nardin und Jean Richard sowie das Weingut Château Latour und das Auktionshaus Christie's.

Pinault wickelt ein Grossteil seiner Geschäfte über die Schweiz ab. Nicht nur die Uhrenmarken operieren von hier aus, auch das italienische Label Gucci hat seinen Hauptsitz im Kanton Tessin.

Am Sonntag beginnen die Haute-Couture-Schauen

Pinaults Einstieg bei Giambattista Valli ist unmittelbar vor dem Start der Winter-Schauen der Pariser Haute-Couture-Häuser erfolgt. Die ersten zeigen ihre Kreationen am kommenden Sonntag. Giambattista Valli ist dann – wie Dior – am Montag an der Reihe, Chanel am Dienstag.

Valli gehört zu den mittlerweile selten gewordenen Modehäusern, die Mitglied bei der «Fédération de la Haute Couture & de la Mode» sind und damit echte Haute Couture anbieten.

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