Die Glarner Kantonalbank hat den Gewinn im letzten Geschäftsjahr um 28 Prozent auf 20 Millionen Franken gesteigert. Vom Erfolg sollen sich die Aktionäre ein Stück abschneiden können in Form einer höheren Dividende. «Ein sehr gutes Ergebnis» sei im Geschäftsjahr 2015 erzielt worden, teilte die Glarner Kantonalbank (GLKB) am Donnerstag mit. Der Reingewinn wuchs um 4,4 Millionen Franken auf 20 Millionen Franken.

Weitaus am meisten verdiente das Geldinstitut im Hauptgeschäft mit den Zinsen, wo der Nettoerfolg um vier Millionen Franken auf 46,6 Millionen Franken kletterte. Der Betriebsertrag insgesamt nahm um 9,5 Prozent auf 60,9 Millionen Franken zu.

Der Geschäftsaufwand stieg im Vorjahresvergleich um 8,6 Prozent auf knapp 38 Millionen Franken. 22 Millionen Franken davon entfallen auf den Personalaufwand. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 554 Millionen Franken auf 4,9 Milliarden Franken, was einem Plus von 12,5 Prozent entspricht.

«Für ein starkes Glarnerland»

Vom guten Jahresergebnis sollen auch die Aktionäre, vornehmlich der Kanton als Mehrheitsaktionär, profitieren können. Die Bankchefs beantragen der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende um 10 auf 70 Rappen pro Wertpapier. 8,1 Millionen Franken oder 40 Prozent des Reingewinns würden dadurch ausgeschüttet.

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Zudem wird der Generalversammlung die Gründung einer Stiftung «Für ein starkes Glarnerland» vorgeschlagen. Die Bank will Projekte im Sport, in der Kultur und im Sozialen unterstützten. Die Stiftung soll mit zwei Millionen Franken aus dem Gewinn gespiesen werden.

2016 erwartet die GLKB eigenen Angaben zufolge ein Jahr mit «vielen spannenden Herausforderungen». Besonders genau beobachten wollen die Banker die Entwicklung der Zinsen. Die Investitionen in die Vertriebskanäle will die Kantonalbank fortführen und der konservativen Risikopolitik der letzten Jahre treu bleiben.

(sda/gku/ama)