Die Glarner Kantonalbank (GLKB) hat im ersten Quartal 2015 das Wachstum des vergangenen Jahres fortgesetzt und auch den Gewinn erneut deutlich erhöht. Im Hypothekargeschäft hat das Kantonsinstitut, das Immobilienfinanzierungen nicht nur im Heimkanton, sondern online auch in der gesamten Schweiz vertreibt, weiter zulegen können.

Der Bruttogewinn nahm in den ersten drei Monate des Jahres 2015 gegenüber der Vorjahresperiode um 19 Prozent auf 5,3 Millionen Franken zu, wie das Kantonsinstitut mitteilte. Nicht in dieser Zahl enthalten ist der als ausserordentlicher Ertrag verbuchte Verkaufsgewinn der Swisscanto-Beteiligung in Höhe von 3,1 Millionen Franken. Unter Berücksichtigung des «sehr herausfordernden Marktumfelds» sei das Resultat erfreulich, wird GLKB-CEO Hanspeter Rhyner in der Mitteilung zitiert.

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Steigender Zinsertrag

Der gesamte Betriebsertrag erhöhte sich in den ersten drei Monaten um 9 Prozent auf 14,3 Millionen Franken. Haupttreiber für das Wachstum war das Zinsengeschäft, wo die GLKB den Ertrag um 11 Prozent auf 11,4 Millionen Franken erhöhen konnte. Zulegen konnte die Bank aber auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+5,9 Prozent auf 2,4 Millionen Franken) wie auch im Handelsgeschäft (+37 Prozent auf 0,7 Millionen Franken).

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich in den ersten drei Monaten mit einem Plus von +4,8 Prozent auf 9,1 Millionen Franken langsamer als der Ertrag. Dabei stieg der Personalaufwand bei einem etwas höheren Mitarbeiterbestand um 5,4 Prozent. Der Sachaufwand erhöhte sich moderat (+3,4 Prozent) und auch die Abgeltungskosten an den Kanton Glarus waren leicht höher als im Vorjahr.

Kundengelder tiefer

Im Hypothekargeschäft legte die GLKB weiter zu: Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um 3,1 Prozent gegenüber dem Stand von Ende 2014 und beliefen sich per Ende März 2015 auf 4 Milliarden Franken. Das Wachstum sei weiterhin in beiden Hauptvertriebskanälen Direkt- und Onlinevertrieb breit abgestützt, heisst es in der Mitteilung. Dadurch könne auch das Ausleihungs-Portfolio weiter diversifiziert werden.

Wermutstropfen ist allerdings die Entwicklung der Kundengelder, wo der klare Anstieg des vergangenen Jahres zum Stillstand gekommen ist: Seit Anfang Jahr haben sich die Kundengelder mit einem Minus von 1,7 Prozent auf 2,99 Milliarden Franken gar rückläufig entwickelt.

Die Bilanzsumme der GLKB erhöhte sich in den ersten drei Monaten um weitere 6,2 Prozent auf 4,75 Milliarden Franken. Als Hauptgrund gibt die Kantonalbank die Ausgabe einer Obligationenanleihe über 100 Millionen Franken an.

(awp/chb)