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Glasgow Rangers vor dem Aus

Insolvenz: Den Rangers-Fans wird der Jubel bei dieser Nachricht im Halse stecken bleiben. (Bild: Keystone)

Der schottische Rekordmeister Glasgow Rangers steckt seit Monaten in finanziellen Nöten. Nun drohen unbezahlte Steuerrechnungen dem Club endgültig das Genick zu brechen.

Veröffentlicht am 14.02.2012

Der Schweizer Traditionsverein Neuenburg Xamax ist finanziell am Ende und auch Servette-Genf droht der Konkurs. Aber nicht nur der Schweizer Fussball muss um die Existenz seiner Vereine fürchten. Der schottische Rekordmeister Glasgow Rangers hat vor einem Gericht in Edinburgh ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Damit versucht der 54-fache Meister, den finanziellen Kollaps zu verhindern.  

Brechen Steuerrechnungen dem Klub das Genick?

Hintergrund des Insolvenzantrags: Seit Monaten kämpft der Club gegen einen Schuldenberg an. Um diesen einzudämmen, verkauften die Rangers bereits im Januar ihren Star-Stürmer Nikoca Jelavic für knapp 7,3 Millionen Franken an den englischen Verein Everton.

Nun drohen aber unbezahlte Steuerrechnungen dem Verein endgültig das Genick zu brechen. Weil der Club die Steuern nicht bezahlt, wurde ein Verfahren eingeleitet. Im Zuge dessen drohen den Rangers Nachzahlungen und Bussen in Höhe von rund 70 Millionen Franken. Und die Finanzprobleme schlagen sich nun auch in der sportlichen Bilanz nieder: Dem Verein drohen gar zehn Punkteabzüge in der Liga. 

Meisterschaft ginge an Celtic

Derzeit belegen die Rangers mit 61 Punkten den zweiten Rang. Durch den Punktabzug wäre der Kampf um die Meisterschaft gelaufen. Stadtrivale Celtic Glasgow hätte dann 14 Punkte Vorsprung. Damit wäre Celtic der Titel nicht mehr zu nehmen. 

Derweil muss in den nächsten fünf Tagen ein Insolvenzverwalter beauftragt werden. Dieser könnte den Verkauf von Spielern und Entlassungen von Rangers-Mitarbeitern anordnen. Auch der Verkauf des eigenen Stadions und des Trainingsgeländes stehen zur Debatte. 

Schon mehrere Vereine versuchten in Schottland, sich durch die Insolvenz vor dem finanziellen Aus zu retten. Eine Liga ohne Glasgow Rangers würde dem schottischen Fussball einen empfindlichen Schlag versetzen. 1985 wurde der FC Aberdeen schottischer Meister. Seither machen die Glasgow Rangers und Celtic die Meisterschaft untereinander aus. 

(muv/laf)

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