Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline kommt wieder auf Touren. Im vergangenen Quartal schaffte das Unternehmen nach Angaben vom Mittwoch ein überraschend deutliches Wachstum. Der Umsatz legte elf Prozent auf umgerechnet knapp 8,8 Milliarden Franken zu.

Der Betriebsgewinn stieg um 19 Prozent auf 2,2 Milliarden Franken. Dazu trug eine höhere Nachfrage nach neuen Arzneien gegen Atemwegserkrankungen und HIV bei, die sinkende Erlöse des älteren Lungenpräparats Advair ausglich. Die Glaxo-Aktie zog 2,8 Prozent an, Anleger hatten schwächere Quartalszahlen erwartet.

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Belastete Vergangenheit

Konzernchef Andrew Witty sieht den Phramariesen, der in den vergangenen Jahren durch günstigere Nachahmermedikamente sowie ein Korruptionsskandal in China gebeutelt wurde, auf gutem Weg, seine Geschäftsziele zu erreichen.

Der Manager gibt seinen Posten Ende März 2017 ab. Er stand unter erheblichem Druck von Investoren, weil die Gewinne nicht mehr so sprudelten wie erhofft. Zur Stabilisierung der Geschäfte verstärkte Witty das Engagement im Bereich rezeptfreie Gesundheitsprodukte, in dem Glaxo mit dem Schweizer Partner Novartis zusammenarbeitet. Die Strategie bringt erste Erfolge. Im vergangenen Quartal verbesserten sich die Gewinnspannen in dem Geschäftsfeld.

(sda/chb/ama)