Die Valora AG, das europaweit agierende, unabhängige Handelsunternehmen mit Sitz in Muttenz, entschloss sich zum Bau eines neuen Zentrallagers für die Logistik auf dem Heimmarkt Schweiz. Als Generalunternehmer für das Projekt wurde die Salomon Automation GmbH mit der Planung und Umsetzung eines Logistikkonzeptes beauftragt. Ursprünglich sollte ein Retrofit-Projekt am alten Lagerstandort in Muttenz realisiert werden, doch kurz vor Projektstart entschloss man sich für einen neuen, logistisch besser platzierten Standort: In Egerkingen soll in Zukunft der Warenfluss optimal gemanagt werden. Für den Tabakbereich plante und realisierte Salomon Automation gemeinsam mit dem Realisierungspartner SSI Schäfer Peem ein teilautomatisches Pick-by-Light-Kommissioniersystem mit Behälterförderanlage.

Ziel der Valora AG war, die zuvor stark unterschiedlich organisierten Prozesse zu vereinheitlichen. Im Vordergrund stand, die Warenlogistik mit der Presselogistik im gleichen Logistiksystem zu verheiraten und dadurch die Verarbeitung der nachgelagerten Prozesse des Warenausganges, der Transportplanung und der Transportausführung massiv zu vereinfachen.

Im Weiteren musste die im Laufe der Jahre durch unterschiedlichste Softwarelösungen entstandene Systemkomplexität reduziert und somit die Stabilität und Verfügbarkeit der Gesamtanlage massiv erhöht werden. Während der gesamten Projektdauer durfte dabei die Lieferfähigkeit von Valora nicht behindert werden. Unter enormem Zeitdruck machten sich die beiden Projektteams von Salomon Automation und Valora gemeinsam ans Werk, denn das alte Lager in Muttenz musste termingerecht geräumt werden. Die gute Zusammenarbeit war hierbei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Anzeige

Pick-by-Voice

Durch das Pick-by-Voice-Kommissioniersystem fällt jegliches zeitraubendes Hantieren mit Listen und Scannern weg - es ergibt sich ein gleichmässig schneller Arbeitsablauf ohne Unterbrechung. Die Qualität der Kommissionierung wurde damit optimiert. Im Tabakbereich kommissionieren die Mitarbeiter mittels Pick-by-Light-System. Durch die heute einheitlichen Arbeitsabläufe über alle Warengruppen hinweg entstand für die Valora eine deutlich höhere Flexibilität im Personaleinsatz, da die Mitarbeiter nun in nahezu jedem Bereich eingesetzt werden können. Das Wamas-Logistiksystem liefert Transparenz und somit Optimierungspotenzial in allen Prozessschritten.

Die Vorteile in der Presselogistik sind deutlich. Wo notwendig, konnte die Durchlaufzeit pro Zeitschrift von 48 bis 72 Stunden auf 24 Stunden reduziert werden. Dies ist vor allem im Zeitschriftengeschäft, das von der Aktualität lebt, ein echter Gewinn. Über das Logistikcenter Egerkingen wird beinahe das gesamte Zeitschriften-Volumen für die Schweiz termingerecht zur Verfügung gestellt. Tageszeitungen werden von den Verlagen dezentral an die elf Hubs in der ganzen Schweiz angeliefert.

Insgesamt konnten die Logistikkosten durch das neue Logistikprojekt um insgesamt 14 Prozent gesenkt werden. Doch für ein Unternehmen mit dem Leitsatz «For a fast moving world» ist das noch nicht genug. So sind die Ablösung des SAP-Altsystems 4.0 auf 6.0 mit den zugehörigen Schnittstellen, weitere Prozessoptimierungen sowie ein Warenausgangspuffer für 2000 Behälterstellplätze mit automatischer Palettierung geplant.