Der in Zug domizilierte Rohstoffkonzern Glencore hat im Geschäftsjahr 2011 zugelegt: Der Umsatz erhöhte sich um 28 Prozent auf 186,15 Milliarden Dollar und der Ebit verbesserte sich um 2 Prozent auf 5,40 Milliarden Dollar Unter dem Strich verblieb ein um 7,0 Prozent höherer Reingewinn von 4,06 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen bekannt gab. Als Schlussdividende wird 0,10 Dollar vorgeschlagen, womit die Gesamtdividende für 2011 0,15 Dollar betragen würde.

Nach Sonderkosten hat ein Reingewinn von 4,05 Milliarden Dollar resultiert. Dies entspricht mehr als einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreswert von 1,29 Milliarden Dollar. Während im Vorjahr vor allem Wertberichtigungen auf Kohleverträge belasteten, konnte im Berichtsjahr ein deutliches Plus bei der Gewinnsteuer aufgrund von Kotierungs- und Restrukturierungseffekten verzeichnet werden.

Für 2012 sieht das Unternehmen sich weiter verbessernde Marktbedingungen. Das Jahr sei denn auch in allen Segmenten Glencores gut gestartet, heisst es. «Die Urbanisierung in den Schwellenmärkten wird weiterhin zu einem Anstieg der Rohstoffnachfrage pro Kopf führen, da die Nachfrage nach Gütern und Produkten, die in Industriegesellschaften als selbstverständlich gelten, weiter ansteigt», lässt sich CEO Ivan Glasenberg in der Mitteilung zitieren. Dies und die starken Perspektiven für organisches Wachstum würden auch 2012 ein wesentlicher Wachstumstreiber für Glencore sein.

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Weiteres Wachstumspotenzail durch Börsengang

Auch der letztes Jahr vollzogene Börsengang werde weiteres Wachstumspotential erschliessen. «Konservativ geschätzt» werde das organische Wachstum bis zum Jahr 2014 über 50 Prozent betragen und damit das Wachstum der Mitbewerber deutlich übertreffen, heisst es.

Glencore will sich bekanntlich mit dem Bergbauunternehmen Xstrata zusammenschliessen. Am 7. Februar kamen die beiden Unternehmen überrein, dass Xstrata-Aktionäre 2,8 Glencore-Aktien pro eigene Aktie erhalten sollen. Die Fusion ist für das dritte Quartal 2012 geppant. Mit dem Zusammenschluss entstehe der «grösste vertikal integrierte Rohstoffhandelskonzern der Welt», hiess es dazu von Seiten Glencores.

(rcv/laf/awp)