Glencore zieht die Schrauben an: 4300 Stellen sollen bei der Konzerntochter Mopani Copper Mines abgebaut werden. An dem Unternehmen in Sambia hält Rohstofffirma Glencore die Aktienmehrheit. Die Minen sind der zweitgrösste Kupferproduzent Afrikas und einer der grössten Arbeitgeber des Landes, sie beschäftigen rund 20'000 Arbeiter.

Von dem Stellenabbau hat James Chansa, Präsident der sambischen Minenarbeiter-Gewerkschaft berichtet. Von Seiten des Unternehmens steht die Bestätigung aus. Die Gewerkschafter gaben die Begründung von Mopani wieder: Auslöser für den Stellenabbau seien die tieferen Kupferpreise, Stromknappheit wegen einer Dürreperiode und unbezahlte Umsatzsteuervergütungen.

Produktion für anderthalb Jahre eingestellt

Dieser Schritt passt ins Bild: Erst am 7. September gab Glencore Pläne bekannt, bei der Katanga Mine in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo die Produktion während eineinhalb Jahren einzustellen, wie handelszeitung.ch berichtete. Währenddessen sollen in der kongolesischen Mine aber 80 Prozent der Arbeiterschaft weiterbeschäftigt werden, das versicherte der Rohstoffkonzern.

Die Massnahmen fallen in eine Zeit, in der Glencore ohnehin an allen Fronten kämpft. Das Unternehmen hat ein umfangreiches Sparprogramm aufgelegt, um den rasanten Werteverfall des Rohstoffkonzerns aufzuhalten. Seit Jahresbeginn hat die Aktie 54 Prozent an Wert verloren.

(jfr/me, mit Material von Bloomberg)