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Glencore-Tochter wird Nähe zu Kolumbiens Paramilitärs vorgeworfen

Glencore: «Weder Prodeco noch Glencore haben jemals irgendwelche Verbindungen zu den Paramilitärs unterhalten». (Bild: Keystone)

Kolumbianische Medien werfen dem Schweizer Rohstoffkonzern und seiner Tochterfirma Prodeco Nähe zu den Paramilitärs vor. Glencore weist die Vorwürfe jedoch vehement zurück.

Veröffentlicht am 18.02.2013

Dem weltgrössten Rohstoffhändler Glencore und seiner 100-prozentigen Tochterfirma Prodeco werfen kolumbianische Medien eine gewisse Nähe zu den Paramilitärs vor. Konkrete Beweise aber liegen keine vor.

Glencore-Sprecher Charles Watenphul weist solche Vorwürfe vehement zurück: «Weder Prodeco noch Glencore haben jemals irgendwelche Verbindungen zu den Paramilitärs unterhalten», sagt Watenphul.

Sein Arbeitgeber, der weltgrösste Rohstoffhändler mit Sitz im Kanton Zug, betreibt in Kolumbien eine Kohlemine in La Jagua in der nordöstlichen Provinz Cesar.

«Immer wieder verstösst der Konzern gegen Umweltvorschriften und Menschenrechte», sagt Stephan Suhner von der Menschenrechtsorganisation ASK, der Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien.

Ausserdem schüre Glencore soziale Konflikte: So wurde die Mine in La Jagua von Juli bis Oktober 2012 durch einen Streik lahmgelegt. 400 der 2600 Minenarbeiter waren daran beteiligt. Sie forderten bessere Arbeitsbedingungen, bessere Entlohnung und einen besseren Gesundheitsschutz. «Bekommen haben sie das bis heute nicht», sagt Suhner.

Stattdessen habe Glencore versucht, Gewerkschafter einzuschüchtern und den Streik für illegal erklären zu lassen. Watenphul entgegnet, die streikenden Minenarbeiter seien bewaffnet gewesen. Suhner bestätigt: «Ja, sie waren in der Tat bewaffnet, aber mit Steinschleudern.»

(rcv/jev/sda)

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