Die UBS enttäuscht mit den jüngsten Zahlen. Insbesondere in ihrer Kern- und Paradedisziplin, der globalen Vermögensverwaltung. Die Erwartungen, welche mit der Zusammenlegung von Americas und dem internationalen Wealth Management verbunden waren, sind bislang nicht eingelöst worden.

Die beiden Co-Spartenchefs, Martin Blessing und Tom Naratil, sind gefordert. Denn statt Synergieeffekte zu erzielen, stieg in der Global-WM-Division im dritten Quartal das Kosten-Ertrags-Verhältnis, während die Nettomarge auf den verwalteten Vermögen sank, jeweils im Vergleich zur Vorjahresperiode. Auch das Wachstum auf dem Vorsteuer-Profit ist rückläufig.

Vermögensverwaltung in Amerika läuft nicht

Einziger Lichtblick: Die Vermögenssparte zieht mehr Neugelder an. Dies, jedoch sehr unterschiedlich über die einzelnen Weltregionen verteilt. Während Europa, der Mittlere Osten und insbesondere Asien wachsen, ist der Neugeld-Pool in der Americas-Region rückläufig.

Das ist insofern bedenklich, als die grösste Schweizer Bank im Rahmen ihres Strategieupdates insbesondere supervermögende Amerikaner ins Visier nimmt. Es bleibt also noch viel zu tun für Blessing und Naratil. Die globale Vermögensverwaltung der UBS bleibt ein Versprechen. 

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