Der US-Autobauer General Motors weitet seine Rückrufaktion abermals aus. Diesmal beorderte GM mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit der Servolenkung in die Werkstätten. Bei den Autos könne diese Funktion plötzlich ausfallen, teilte GM mit. Die Pkw könnten weiter gesteuert werden, die Fahrer müssten aber mehr Kraft aufwenden.

Seit Jahresbeginn rief der Konzern damit insgesamt fast 6,3 Millionen Fahrzeuge zurück. Bei den anderen Autos machten defekte Zündschlösser Probleme. Die Kosten belaufen sich GM zufolge auf bis zu 750 Millionen Dollar im ersten Quartal.

Probleme seit Jahren bekannt

GM-Chefin Mary Barra bat im Skandal um tödliche Unfälle durch fehlerhafte Zündschlösser um Entschuldigung. Vor allem die Familien und Freunde der Getöteten und Verletzten bitte sie aufrichtig um Vergebung, hiess es in einer Erklärung, welche die Managerin vor dem Repräsentantenhaus abgeben wollte und die bereits auf der Webseite des Handelsausschusses veröffentlicht wurde. GM wusste nach eigenen Angaben seit Jahren von Problemen mit der Zündung, beorderte aber erst 2014 Autos in die Werkstätten.

Bei Unfällen, die durch den Fehler verursacht wurden, kamen GM zufolge mindestens 13 Menschen ums Leben. Verbraucherschützer gehen von rund 300 Todesfällen aus.

(reuters/chb/moh)