Der US-Autobauer General Motors (GM) zahlt Entschädigung für 19 Todesfälle im Zusammenhang mit Unfällen durch defekte Zündschlösser. Bislang hatte General Motors lediglich eingeräumt, dass durch das fehlerhafte Bauteil 13 Menschen ums Leben kamen.

Weitere Anträge auf Entschädigung würden derzeit noch überprüft, sagte der zuständige Anwalt Ken Feinberg am Montag. Politiker und Konsumentenschützer hatten den Konzern dafür kritisiert, dass er zunächst nur 13 Todesfälle anerkannt hatte. Einige Kritiker gehen von mehr als 100 Todesfällen aus.

Vertreter der Opfer erklärten, die Zahl der anerkannten Todesopfer habe sich erhöht, weil GM die Untersuchung breiter anlege und Unfallfotos in die Beurteilung einfliessen lasse.

Zehn Jahre Mängel ignoriert

Bei dem für Verunglückte und ihre Angehörigen eingerichteten Kompensationsfonds sind bisher Entschädigungsforderungen für 125 Todes- und 320 Verletzungsfälle eingegangen. Dies zeigt ein veröffentlichter Bericht.

Wegen defekter Zündschlösser, die bei voller Fahrt in die «Aus»-Position zurückspringen können, hatte GM im Februar 2014 rund 2,6 Millionen Autos in die Werkstätten berufen. Etwa ein Jahrzehnt lang waren Mängel ignoriert worden.

(sda/chb)