Im Europageschäft mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall entstand GM ein Minus von 747 Millionen Dollar. Die Gewerkschaftsvertretung in der Opel-Konzernleitung betonte am Donnerstag, der Verlust sei viel kleiner als noch im Vorjahr. 2010 habe er noch 2 Milliarden Dollar betragen.

In den vergangenen Tagen war schon spekuliert worden, das Opel-Werk in Bochum könne wegen des andauernden Verlusts von Opel geschlossen werden, um Kosten zu sparen. Bestätigt wurden diese Gerüchte am Donnerstag nicht. Opel hatte als Teil seiner Sanierung bereits das Werk im belgischen Antwerpen geschlossen.

GM nach Rettung durch Staat im Aufwind

GM war in der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise ins Wanken geraten und konnte nur durch staatliche Milliardenhilfen am Leben gehalten werden.

Mittlerweile knüpft der Traditionskonzern aber wieder an frühere Zeiten an. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf rund 150 Mrd. Dollar nach oben, der Gewinn von 4,7 Mrd. 2010 auf 7,6 Milliarden Dollar 2011, wie das Unternehmen mitteilte.

In den letzten drei Monaten 2011 stagnierte der Gewinn mit 500 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar. Grund dafür waren laut GM aber vor allem die schwachen Zahlen von Opel und Vauxhall, die allein im vergangenen Quartal einen Verlust von 600 Millionen Dollar einfuhren.

Im Europageschäft müsse schnell die Gewinnschwelle erreicht werden, erklärte GM-Chef Dan Akerson. Der Finanzchef des Konzerns, Dan Ammann, betonte, dass der Konzern künftig im Europageschäft bessere Gewinnmargen erzielen müsse.

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GM hatte Ende 2011 den Titel des nach Verkaufszahlen weltweit grössten Autoherstellers von Toyota zurückerobert. Der Konzern geht zuversichtlich in das neue Jahr: GM erwartet, seinen Umsatz in einer wachsenden globalen Autoindustrie Jahr für Jahr steigern zu können.

«Wir setzen einen aggressiven Produktplan um, der den Kunden überall auf der Welt noch mehr Gründe geben wird, ein Auto von General Motors zu kaufen», erklärte Ammann.

(chb/sda)